Der Traum jedes Organisten steht in Engelberg

Im Engelberger «Orgelsommer» ertönt die monumentale Klangwelt der grössten Schweizer Orgel. Diese steht in der Klosterkirche.

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Die grösste Orgel der Schweiz in der Klosterkirche Engelberg.

Die grösste Orgel der Schweiz in der Klosterkirche Engelberg.

Bild: PD

(unp) «Eintauchen in die Klangwelt der grössten Orgel der Schweiz» lautet im Jubiläumsjahr «900 Jahre Kloster Engelberg» das Motto der im Rahmen des Engelberger Orgelsommers organisierten Orgelkonzerte in der Klosterkirche. Die mit 9097 klingenden Pfeifen für 137 Register bestückte Orgel gilt als Meisterwerk der Orgelbaukunst. Auf diesem Instrument zu spielen, ist der Traum eines jeden Organisten.

Den Auftakt zum diesjährigen Orgelsommer macht am Mittwoch, 22. Juli, der Abteiorganist Pater Dominikus Trautner von der Benediktinerabtei Münsterschwarzach in Deutschland. Das Gastspiel des Benediktinerpaters an der grössten Orgel der Schweiz wird ein abwechslungsreiches Konzert mit einer Fülle von Klangfarben. Der Dozent für Gregorianik an den Musikhochschulen in Würzburg und Frankfurt wird bei seinem Engelberger Auftritt neben der grossen Orgel auch die kleinere Chororgel erklingen lassen.

Werke von grossen Engelberger Komponisten

Eine Woche später wird es am 29. Juli zu einer Premiere kommen. Die neue Äbtissin Rut-Maria Buschor vom Kloster St.Andreas in Sarnen wird auf der Chororgel ein Gastspiel geben: Auf jener Orgel, auf der schon Felix Mendelssohn Bartholdy bei seinem Engelberger Besuch gespielt hat. Eine gute Gelegenheit für den Engelberger Stiftsorganisten Alessandro Valoriani, die sechste Sonate von Mendelssohn zu spielen. Auf der grossen Orgel wird der Stiftsorganist an diesem Abend dann ausschliesslich Werke von Engelberger Benediktinermönchen zum Besten geben.

Für die diesjährige Konzertreihe konnte auch der Einsiedler Benedik­tinerpater Theo Flury für das Konzert vom 5. August verpflichtet werden. Die Konzerte des mit dem Kulturanerkennungspreis des Kantons Schwyz ausgezeichneten Organisten sind immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis.

In der Stiftsbibliothek des Klosters Engelberg wird das wohl grösste musikalische Monument aus dem Mittelalter aufbewahrt. Weltweit wird der für Gesang und Orgel komponierte «Engelberger Codex 314» als Meilenstein der Musikgeschichte betitelt. Aufgrund der Komplexität des Engelberger Codex 314 gelangt dieses Meisterwerk nur noch ganz selten zur Aufführung. Am Mittwoch, 12. August, wird dies in der Klosterkirche durch den Stiftsorganisten Alessandro Valoriani wieder einmal der Fall sein. Unterstützt wird er von sechs Sängern.

Aufgrund der aktuellen Situation ist die Platzzahl pro Konzert auf 110 Personen beschränkt. Trotz freiem Eintritt müssen die Plätze für die Konzertbesuche vorbestellt werden.

Infos: www.kloster-engelberg.ch