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DETAILHANDEL/KV: Ein guter Jahrgang startet ins Berufsleben

Grund zum Strahlen hatten die Absolventen der Detailhandels- und der kaufmännischen Berufe beider Kantone an ihrer Lehrabschlussfeier in Sarnen. Rund 150 Berufsleute erhielten ihre wohlverdienten Diplome.
Chiara Achermann und ihr Freund Flavio Gnos werfen stolz einen genauen Blick in das rote Papierdokument. (Bild: Roger Zbinden, Sarnen, 7. Juli 2017)

Chiara Achermann und ihr Freund Flavio Gnos werfen stolz einen genauen Blick in das rote Papierdokument. (Bild: Roger Zbinden, Sarnen, 7. Juli 2017)

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@obwaldnerzeitung.ch

«2017 ist ein guter Jahrgang ­gewesen», sagte Armin Felber, Rektor der Berufsfachschule Nidwalden, an der gemeinsamen Lehrabschlussfeier mit dem Nachbarkanton in der Aula Cher in Sarnen. 98 Prozent aller Kandidaten aus beiden Kantonen durften am Freitagabend ihre Zeugnisse aus den Händen ihrer Bildungsdirektoren Res Schmid und Franz Enderli in Empfang nehmen. Mit Auszeichnung und jeweils einer Note von 5,4 hatten die beiden Kauffrauen EFZ Corina Durrer (Ausbildung bei der Nidwaldner Sachversicherung, Stans) aus Wolfenschiessen und die Lungererin Julia Halter (NH Akustik und Design AG, Lungern) bestanden. In Obwalden absolvierten fünf Kandidaten die Berufsmatura, in Nidwalden waren es neun. Die Durchschnittsnote aller Prüfungen bei den kaufmännischen Berufen und Detailhandelsberufen lag in Nidwalden bei 4,8 und in Obwalden bei 4,77.

Als bereits «schöne und lange Tradition» bezeichnete es Pius Felder, Leiter des Amtes für Berufsbildung Nidwalden, dass sich beide Kantone mit der Gestaltung der Lehrabschlussfeier abwechselten. Für einen stimmigen Rahmen sorgte das Perkussionsensemble OW Beats unter Leitung von Martin Amstutz. Vor allem ihr letzter musikalischer Beitrag einer Interpretation von «Hava Nagila», bei der alle fünf Musiker gemeinsam auf einem Marimbafon spielten, brachte Stimmung in den Saal.

Freude am Lernen behalten – auch in Zukunft

«Es ist ein spezieller Tag, nicht nur, weil der Bundesrat in Sarnen auf seiner Sommerreise Halt gemacht hat», sagte Urs Burch, Leiter des Amtes für Berufsbildung Obwalden. An diesem Tag gelte es für die Absolventen, sich zurückzulehnen und sich auf die Schulter klopfen zu lassen. Der Weg sei das Ziel gewesen, betonte Burch. Und dabei besonders auch die sozialen und methodischen Kompetenzen zu erweitern. «Sehen Sie das Lernen als Chance, behalten Sie Freude am Lernen, es ist bereichernd und herausfordernd, in jedem Fall bringt es Sie weiter», rief er den jungen Berufsleuten zu.

Festredner Daniel Henggeler, der Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrums Obwalden (BWZ) fragte die Absolventen, ob ihnen aufgefallen sei, dass deren Eltern kurz vor der Lehrzeit oder währenddessen die ersten grauen Haare bekommen hätten. Ob dies in Zusammenhang stehe mit der Lehre, der Anzahl der Stunden im Ausgang oder den Schrecksekunden als Beifahrer beim Erlernen des Autofahrens, auf jeden Fall sei er überzeugt, dass die Eltern sich nun freuen und zu Recht stolz sein dürften.

Winston Churchill habe einmal gesagt, Erfolg bestehe darin, von Fehlschlag zu Fehlschlag zu eilen, ohne die Begeisterung zu ver­lieren. Henggeler wünschte den ­Absolventen ebenso «die Freiheit, neue Wege zu gehen», keine Angst vor Fehlern zu haben und ihren Weg zu gehen und dabei ihre Zukunft anzupacken.

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