Die etwas andere Obwaldner Pilgerreise

Schon Bruder Klaus ging jeweils am Gedenktag des Heiligen Benedikt vom Kloster Melchtal nach Engelberg.

Beat Christen
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Grosses Staunen über die im Andenken an Bruder Klaus im Kloster Engelberg aufbewahrte Trinkschale sowie die grösste ausserhalb von Sachseln aufbewahrte Relique des Ranft-Heiligen.

Grosses Staunen über die im Andenken an Bruder Klaus im Kloster Engelberg aufbewahrte Trinkschale sowie die grösste ausserhalb von Sachseln aufbewahrte Relique des Ranft-Heiligen.

Bild: PD/Beat Christen

Der Regen prasselte auf die Pelerinen und Regenschirme. Doch dies hielt die beim Kloster Melchtal versammelte Wandergruppe nicht davon ab, den Weg über den Storeggpass Richtung Kloster Engelberg unter dieFüsse zu nehmen. Dies aus gutem Grunde: Auch Bruder Klaus soll jeweils am Gedenktag des Heiligen Benedikt diesen Weg als Pilgerreise begangen haben.

Und da am Samstag dieser Gedenktag von Ordensgründer Benedikt war, hat Kerns als Partnergemeinde vom Jubiläum 900 Jahre Kloster Engelberg in Zusammenarbeit mit dem Verein Wanderwege Obwalden die Wanderung vom Kloster zu Kloster organisiert. Vorbei an in Nebel gehüllten und bizarr anmutenden Felsformationen und den an diesem Tag ihrem Namen «Schiessibäch» alle Ehre erweisenden Bachläufen, erreichte die Wandergruppe nach gut siebeneinhalb Stunden Wanderung ihr Ziel, das Kloster Engelberg.

Der Abt präsentierte sehenswerte Reliquien

Nach einer ersten Stärkung überraschte Abt Christian Meyer die gutgelaunte, aber durchnässte Wandergruppe mit der Präsentation der im Kloster Engelberg aufbewahrten Trinkschale sowie der grössten ausserhalb von Sachseln befindlichen Reliquie des Ranft-Heiligen. Staunen löste dabei der kunstvoll von den zwei Engelberger Mönchen Bruder Hermann Keller und Bruder Xaver Ruckstuhl angefertigte Abtstab aus, in dessen Zentrum Bruder Klaus ist. «Es war eine nasse Angelegenheit. Doch missen möchte ich dieses Erlebnis auf gar keinen Fall», zog der mitwandernde Kernser Gemeinderat Pius Hofer Bilanz.