Die Fischer machen Jagd auf den Hecht

Im Alpnachersee in Obwalden grassiert der Hechtbandwurm. Nun hat die Fischereikommission verfügt, möglichst alle Hechte zu fangen.

Drucken
Teilen
Der Hecht wird vom Hechtbandwurm kaum beeindrächtigt. Er sorgt aber für seine Verbreitung. (Bild: Romano Cuonz/Neue OZ)

Der Hecht wird vom Hechtbandwurm kaum beeindrächtigt. Er sorgt aber für seine Verbreitung. (Bild: Romano Cuonz/Neue OZ)

«Die Schonzeit und das Fangmindestmass für Hechte im Alpnachersee werden aufgehoben.» Das schreibt die Fischereikommission Vierwaldstättersee im aktuellen Obwaldner Amtsblatt.

Diese Publikation lässt den Obwaldner Fischereivereinspräsidenten Hansruedi Vogler aufhorchen. Nun habe sich also der Hechtbandwurm weiter ausgebreitet, obwohl man ihn im Lungerer- und Sarnersee seit Jahrzehnten zu bekämpfen versucht. Der Hergiswiler Berufsfischer Alois Blättler bestätigt die Hiobsbotschaft.

«Bis zu 70 Prozent aller Felchen, die ich vergangenes Jahr im Alpnachersee fing, hatten den unangenehmen weissen Parasiten in ihrem Muskelfleisch.» Derartige Verluste habe er in all den Berufsjahren noch nie in Kauf nehmen müssen. Zwar sei der Hechtbandwurm für Menschen erwiesenermassen ungefährlich.

Aus ästhetischen Gründen sei es aber undenkbar, befallene Felchenfilets an Geschäfte oder Restaurants weiterzuverkaufen.

Romano Cuonz/ks

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.