Die Frutt wird vom Abfall befreit

Da die Schneeschmelze zuvor ungesehene Abfälle hervorbringt, sammelten Helfer an der «Frutt-Putzetä» knapp 200 Kilogramm an kleinen Gegenständen ein.

Florian Pfister
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Die Helfer haben an der «Frutt-Putzetä» knapp 200 Kilogramm Abfall eingesammelt.

Die Helfer haben an der «Frutt-Putzetä» knapp 200 Kilogramm Abfall eingesammelt.

Bild: PD

Alle Jahre ist es wieder so weit. Die Bergregion Melchsee-Frutt wird vom Abfall auf den Wanderwegen, Pisten und Liftpassagen befreit. 38 Teilnehmende sorgten bei der «Frutt-Putzetä» dafür, dass die Bergwelt wieder glänzt. «Grundsätzlich findet man die Frutt im Frühjahr sauber vor», sagt Ernst Aufdermauer, Präsident Tourismusverein Melchsee-Frutt. «Die Besucher verhalten sich im Grossen und Ganzen vorbildlich und nehmen ihren Abfall mit oder entsorgen ihn in den vorhandenen Mülleimern. Trotzdem wird man fündig, wenn man die meistbegangenen Wege und Orte absucht.»

Die Teilnehmenden fanden vor allem Tabakabfälle von Zigaretten- und Snusprodukten. Auch Papiertaschentücher und Verpackungsmaterial hoben sie oft auf. «Während eines Jahres besuchen sehr viele Leute die Region Melchsee-Frutt. Daher ist es normal, dass auch mal Abfall liegen bleibt oder vom Wind weggeweht wird», sagt Aufdermauer. Ab und zu findet das Säuberungsteam auch Gegenstände wie Textil-Accessoires, Handy-Zubehör oder Geldmünzen, die meist wahrscheinlich bei den Skiliften heruntergefallen sind. In anderen Jahren habe man auch Portemonnaies gefunden, die mithilfe der Ausweise den Besitzern zurückgegeben werden konnten. In diesem Jahr aber fanden die Teilnehmenden keine Geldbörsen.

Weniger Abfall als im letzten Jahr

Knapp 200 Kilogramm an Abfall sammelten die 38 Freiwilligen in diesem Jahr ein. In den letzten Jahren habe sich die Menge tendenziell reduziert, so Aufdermauer. Auch im Vorjahr sammelten die freiwilligen Helfer etwas mehr ein als am vergangenen Freitag. «Das könnte damit zu tun haben, dass die Wintersaison einen Monat früher beendet werden musste», überlegt Ernst Aufdermauer.

Die 38 Helfer an der diesjährigen «Frutt-Putzetä».

Die 38 Helfer an der diesjährigen «Frutt-Putzetä».

Bild: PD

«Man trifft sich bei der Bergstation. In Zweier- und Dreierteams begibt man sich zu den meistbesuchten Pfaden der Frutt», erklärt Ernst Aufdermauer den Ablauf der «Frutt-Putzetä». Mitglieder des örtlichen Fischervereins und die Fischereiaufseher kümmern sich dabei um den Melch- und Tannensee. Im Verhältnis viel Abfall fände man entlang des grossen Parkplatzes. Auch auf den Pisten und Liftpassagen, im Fruttlipark und im Dorf suchten die Teilnehmenden nach Abfall. Viel Müll sammeln die Mitarbeiter der Frutt-Betriebe bereits nach Saisonende ein. «Wenn der ganze Schnee weg ist, kommen aber noch viele kleine Sachen hervor», sagt Aufdermauer.

Helfer wurden mit Mittagessen belohnt

Die «Frutt-Putzetä» wird vom Tourismusverein Melchsee-Frutt organisiert. «Es treffen sich Leute, die mit der Frutt zu tun haben», erklärt Ernst Aufdermauer. Darunter befinden sich vor allem Mitarbeiter von Betrieben auf der Frutt und Ferienwohnungsbesitzer. Am Freitag um 8 Uhr begann die «Putzetä», um ein Uhr wurden die Teilnehmenden mit einem Mittagessen im Posthuis belohnt.