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Die Korporation Alpnach geht bei der Holznutzung mit gutem Beispiel voran

Beim neuen Forstwerkhof stammen 85 Prozent des verbauten Holzes aus Schweizer Wäldern. Das Gebäude ist dem Forstbetrieb übergeben worden.
Richard Greuter
Urs Spichtig (links), Korporationsrat und Präsident der Baukommission, übergibt Rolf Wallimann, Betriebsleiter Forst und Revierförster, einen symbolischen Schlüssel für den neuen Alpnacher Forstwerkhof. (Bild:Richard Greuter (Alpnach, 6. Juli 2018))

Urs Spichtig (links), Korporationsrat und Präsident der Baukommission, übergibt Rolf Wallimann, Betriebsleiter Forst und Revierförster, einen symbolischen Schlüssel für den neuen Alpnacher Forstwerkhof. (Bild:Richard Greuter (Alpnach, 6. Juli 2018))

Seit Jahren bemängeln die Forstbetriebe, dass bei Schweizer Häusern zu wenig Holz aus Schweizer Wäldern verbaut wird. Warum also nicht mit dem guten Beispiel voran gehen? Insgesamt 586 Kubikmeter Holz wurden für den neuen Forstwerkhof beim Chilcherliwald verbaut. Davon stammen mehr als 85 Prozent aus Schweizer Wäldern. 210 Kubikmeter kommen aus Wäldern der Korporation Alpnach.

Mit einem Investitionsaufwand von 5,3 Millionen Franken baute die Korporation Alpnach in nur 11 Monaten das 56 Meter lange, 20 Meter breite und 10 Meter hohe Zweckgebäude. Am vergangenen Freitag konnte Betriebsleiter Rolf Wallimann vom Baukommissionspräsident Urs Spichtig einen symbolischen Schlüssel in Empfang nehmen.

Vierter ausgezeichneter Forstwerkhof in der Schweiz

Für die hohe Nutzung von Schweizer Holz wurde die Korporation von der Lignum Holzwirtschaft Schweiz mit dem «Herkunftszeichen Schweizer Holz» (HSH) ausgezeichnet. Im Rahmen einer kleinen Feier übergaben Thomas Lüthi von Lignum Holzwirtschaft Schweiz und Christoph Aeschbacher von der Vereinigung Pro Holz Unterwalden der Korporation Alpnach die HSH-Auszeichnung. Lignumist die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft und verleiht diese Auszeichnung ab einer Nutzung von 80 Prozent Schweizer Holz. Laut Christoph Aeschbacher ist der Alpnacher Forstwerkhof der vierte in der Schweiz, der die HSH-Auszeichnung erhielt.

Der neue Forstwerkhof der Korporation Alpnach beim Chilcherliwald. (Bild: Richard Greuter (Alpnach, 6. Juli 2018))

Der neue Forstwerkhof der Korporation Alpnach beim Chilcherliwald. (Bild: Richard Greuter (Alpnach, 6. Juli 2018))

Für den Holzaufbau war die Alpnacher Firma Holzbau Küng AG verantwortlich. Die gleiche Auszeichnung erhielt der Geschäftsführer Stephan Küng. In seinem neuen Einfamilienhaus kamen fast 90 Prozent Schweizer Holz zum Einsatz.

Zufrieden mit dem Neubau ist Urs Spichtig, Korporationsrat und Präsident der Baukommission. Er berichtete den rund 25 Gästen, wie das einheimische Holz in Fassade, Decke und Wände verbaut wurde. Selbst zweitklassiges Buchenholz fand für Parkettböden Verwendung. «Es hat wirklich Spass gemacht dieses Holz einzusetzen», sagte Spichtig zum Schluss.

Überalterung des Waldes

Für Rolf Wallimann, Betriebsleiter Forst und Revierförster, hat die Vermarktung von Bauholz eine grosse Bedeutung. «Viele Bauherren wissen nicht, woher ihr Holz stammt», sagte der 43 Jährige gegenüber unserer Zeitung. «Oft interessiert es die Bauherren auch nicht», doppelte Urs Spichtig nach.

Für Wallimann ist wichtig: «Mit jedem Stamm Holz, der aus dem Wald kommt, wird der Wald besser gepflegt.» Aus dem 2652 Hektar grossen Wald könnte die Korporation Alpnach rund jährlich etwa 15000 Kubikmeter Holz schlagen. Aus wirtschaftlichen Gründen nutzt sie nur etwa 11 000 Kubikmeter jährlich. Die Folge ist eine Überalterung des Waldes.

In den letzten Jahren wurde Schweizweit viel für die Vermarktung von Schweizer Holz unternommen. Doch es gibt immer noch Verbesserungspotenzial. «Aber», so Wallimann zuversichtlich, «das Interesse wächst.»

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