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Die Obwaldner Jung-Juizer haben brennende Freude am Jodeln

Die grosse Bühne in der Mehrzweckhalle in Flüeli-Ranft gehörte am Wochenende den Obwaldner Jung-Juizern.
Rosmarie Berlinger
Die Jung-Juizer begeisterten bei ihrem Auftritt mit originellen Interpretationen.Bild: Rosmarie Berlinger (Flüeli-Ranft, 7. September 2019)

Die Jung-Juizer begeisterten bei ihrem Auftritt mit originellen Interpretationen.Bild: Rosmarie Berlinger (Flüeli-Ranft, 7. September 2019)

Sie haben schon viele Erfolge gefeiert, vor allem aber Staunen und Begeisterung unter den Zuhörern ausgelöst: Die Obwaldner Jung-Juizer, die seit ihrem Gründungsjahr 2006 von Petra Vogler-Rohrer und Andrea Rohrer-Rohrer kompetent und erfolgreich geleitet werden. Den beiden Schwestern, die als hervorragende Jodlerinnen sowie Vorjodlerinnen beim Jodlerklub Fruttklänge Kerns bekannt sind, liegt die gesangliche Qualität in der Führung der jungen Jodlerschar am Herzen. Auch in der Wahl und Kreativität für das Gesangsrepertoire beweisen sie ihre vielfältige Kenntnis in der einheimischen sowie erweiterten Jodel- und Musikszene.

Schon früh wurden Wettbewerbsverantwortliche in der Jodlerszene auf die aufstrebenden Obwaldner Jung-Juizer aufmerksam. So waren sie 2008 Siegerformation am nationalen Folklorenachwuchswettbewerb am Eidgenössischen Jodlerfest Luzern. Als Folge durften sie Aufnahmen für einen Tonträger beisteuern.

2013 gewannen die Jung-Juizer den Prix Franz anlässlich der Luga. Gross sei die Freude über den Sieg des Kleinen Prix Walo 2013 in der Sparte Jodeln gewesen, erzählt Andrea Rohrer. Die Aufführung des Musicals «Liäbi und Zyt statt Gäld» sowie die Produktion eines Hörbuches mit CD «Jodlä usem Härz vo der Schwiiz» bescherten den Jung-Juizern erweiterten Bekanntheitsgrad.

Zwei ausverkaufte «richtige» Jodlerkonzerte

Endlich war es auch Zeit für ein Jodlerkonzert im Stil der zahlreichen Jodlerklubs im eigenen Kanton. An zwei ausverkauften Konzerten am Samstag und gestern Sonntag sang sich die junge Jodlerschar in die Herzen des Publikums. Unter dem Motto «Äs brennt» bewiesen die 56 Mädchen und Buben brennende Freude am Jodeln und Musik machen. Da wurde etwa der Erfolgshit von Alex Eugster «Miär sind vo dr Fiirwehr» originell inszeniert zum Besten gegeben. Mit dem einst von Vreny Schneider bei ihrem versuchten Gesangsdebut gesungenen Lied «Äs Kaffee am Pistärand» sorgte die Kleinformation für Begeisterung. Fröhlich und humorvoll umgesetzt präsentierten sich die Jung-Juizer im Potpourri mit bekannten Trink- und Volksliedern. Abwechslung erlebten die rund 400 Besucher des Samstagkonzertes auch mit musikalischen Vorträgen. Eine Grossformation mit Schwyzerörgeli, Solisten am Alphorn, auf der Zither oder am Klavier, bewiesen ihr Können. Grosse Leistungen erbrachten Daniel Vogler am Akkordeon und Fabienne Vogler am Bass, die fast sämtliche Gesangsvorträge subtil begleiteten.

Mit dem Jodlerklub Flühli gastierte eine stimmkräftige Gastformation aus dem nahen Entlebuch. «Bewusst haben wir diesen Klub an unser Konzert aufs Flüeli eingeladen, weil der Name, obwohl mit ‹h› geschrieben, gleich tönt», verrät Andrea Rohrer. «Ihr habt’s toll gemacht, macht weiter so», gratulierte der Präsident des Gastklubs den jungen Jodlern.

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