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Die Postauto AG fährt künftig die Linien ab Sarnen selber

Die Dillier-Bus AG zieht sich aus dem Personentransport zurück. Sie hat bis anhin die Obwaldner Postauto-Linien ab Sarnen für die Postauto Schweiz AG betrieben. Nun übernimmt die Post-Tochter.
Matthias Piazza
Ein Postauto bei Ramersberg. (Bild: Corinne Glanzmann, 19. Juni 2018)

Ein Postauto bei Ramersberg. (Bild: Corinne Glanzmann, 19. Juni 2018)

Dem einen oder anderen Fahrgast dürfte es schon aufgefallen sein. Die Postautos, die in Obwalden verkehren, sind mit Dillierbus beschriftet. Seit vielen Jahren schon fährt das Sarner Unternehmen für die Postauto AG und transportiert im Sarneraatal Passagiere auf sieben Linien. Damit ist ab dem Fahrplanwechsel vom 9. Dezember dieses Jahres Schluss, wie Postauto gestern in einer Medienmitteilung verkündete.

Weil sich der bisherige Betreiber neu orientieren wolle und der Vertrag zwischen Postauto und der Dillierbus AG auslaufe, habe Postauto eine neue Lösung gesucht und nach eingehender Prüfung entschieden, den Postauto-Betrieb ab Sarnen künftig in eigener Regie zu führen, heisst es weiter. Rund die Hälfte der Linien in der Schweiz betreibe Postauto selber, sagt auf Anfrage Beat Wiget, Leiter Postauto Zentralschweiz. Ob eine Linie vergeben werde, hänge unter anderem von der Grösse des Gebietes ab. Die Zusammenarbeit mit Dillierbus habe einwandfrei funktioniert, doch gelte es, den Entscheid zu respektieren. Den Betrieb in Eigenregie zu führen, mache in diesem Fall Sinn..

Für Passagiere bleibt alles beim Alten

Für die Kunden ändere sich nichts, auch nicht, was die Abgeltung vom Kanton an Postauto AG betreffe. Das vom Kanton Obwalden bestellte Angebot mit den sieben Linien ab Sarnen sowie dem bestehenden Fahrplan würden dabei unverändert weitergeführt. Ebenso bleiben dieselben 14 Postautos in Betrieb. Postauto mietet die Halle der Dillierbus in Sarnen, um die 13 Fahrzeuge nach wie vor dort einstellen zu können. Ein Fahrzeug bleibt im Melchtal stationiert.

Sämtliche 35 Chauffeure werden von Postauto übernommen. Das heisst, sie erhalten einen neuen Arbeitsvertrag mit identischen Bedingungen, wenn sie dies wünschen, schreibt Postauto. Durch den Übertritt in den Gesamtarbeitsvertrag von Postauto könnten die Löhne und Sozialleistungen weiterhin vollumfänglich garantiert werden, heisst es weiter.

«Wir sind sehr glücklich über die Lösung mit Postauto, welche auch unsere Mitarbeiter positiv aufgenommen haben», sagte Dillierbus-Geschäftsführer Michael Dillier auf Anfrage. Gefragt nach dem Gründen für diesen einschneidenden Schritt meinte er schlicht: «Wir haben uns nach reiflicher Überlegung entschlossen, aus der Personentransport-Sparte auszusteigen und uns neuen Geschäftsfeldern zuzuwenden.»

Immobilien statt Personentransporte

Die Dillierbus AG ist ein Familienunternehmen in fünfter Generation und seit der Abspaltung vom Nutzfahrzeug-Zweig vor 15 Jahren hauptsächlich im öffentlichen Verkehr tätig. Zu den Tätigkeiten gehören auch Gesellschaftsfahrten wie Hochzeits- oder Firmenfahrten. Auch damit soll ab dem kommenden Jahr Schluss sein. Künftig will sich das Sarner Familienunternehmen auf die Bewirtschaftung von Immobilien fokussieren.

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