Lälli-Zunft
Die Sarner Bevölkerung erhält einen Fasnachtsbrunnen

Wegen Corona konnte die Lälli-Zunft ihr Jubiläumsgeschenk erst ein Jahr verspätet übergeben.

Robert Hess
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Wer künftig das Gemeindehaus Sarnen besucht, wird im Eingangsbereich von einem neuen modernen Brunnen und einer Skulptur mit rausgestreckter Zunge «begrüsst». Doch keine Bange: Diese Zunge wirkt weder abweisend noch beleidigend, sondern einladend und gibt das freundlich-schalkhafte Logo der Sarner Lälli-Zunft wider. Dem Kernser Bildhauer Christoph Scheuber ist es denn auch vortrefflich gelungen, die Aussagen des Logos in Stein zu meisseln.

Umrahmt von einem kleinen Feuerwerk wurde der Brunnen enthüllt. Von links: Gerry Häller, OK-Präsident Jubiläum 100-Jahre-Lälli-Zunft sowie das Zunftmeisterpaar 2022, Roland I. zusammen mit Gattin Madeleine.

Umrahmt von einem kleinen Feuerwerk wurde der Brunnen enthüllt. Von links: Gerry Häller, OK-Präsident Jubiläum 100-Jahre-Lälli-Zunft sowie das Zunftmeisterpaar 2022, Roland I. zusammen mit Gattin Madeleine.

Bild Robert Hess (Sarnen, 8. Januar 2022)

Verwendet wurde ein frostfester Mainsandstein aus dem deutschen Mainz-Gebiet, wie Scheuber am Samstag bei der Enthüllung des prächtigen Werkes erklärte. Rund 200 Stunden habe er für die Arbeit am 1,5 Tonnen schweren Block aufgewendet.

Eigentlich würde das Werk, bestehend aus dem eigentlichen Brunnen sowie der Lälli-Skulptur, bereits seit einem Jahr an irgendeinem guten Platz im Sarner Dorf stehen, wenn nicht Corona das Veto eingelegt hätte. «Im Hinblick auf unser 100-Jahr-Jubiläum 2021 hatten wir geplant», erklärte Jubiläums-OK-Präsident Gerry Häller am Samstag vor den Zunftmitgliedern und einigen Gästen, «mit einem Brunnen etwas Dauerndes, Nachhaltiges zu schaffen und dieses Werk an der Fasnacht 2021 der Sarner Bevölkerung als Geschenk zu übergeben.»

Mit grossem Einsatz von Zünftlern, Sponsoren und dem beauftragten Bildhauer Christoph Scheuber wäre der Fasnachtsbrunnen 2021 termingerecht zur Übergabe bereit gewesen, ergänzte Markus Kiser, Bauchef im OK. Wenn die Pandemie keinen Strich durch diese Rechnung gemacht hätte und das Werk in der Folge ein Jahr gelagert werden musste.

Der 33. Sarner Brunnen

Nicht leicht war es, so Kiser weiter, einen geeigneten Standort zu finden. Schliesslich gewährte der Gemeinderat ein vorerst provisorisches Gastrecht im Eingangsbereich des Gemeindehauses, das zu einem dauernden Platz werden kann. «Ich freue mich über dieses Geschenk der Lälli-Zunft an die Bevölkerung und danke ganz herzlich dafür», sagte Gemeindepräsident Jürg Berlinger am Samstag. Dies sei nun der 33. Brunnen in Sarnen. Bestehende seien 19 im Dorf, vier in Kägiswil, zwei in Ramersberg, fünf in Stalden und zwei in Wilen. «Ein Brunnen beim Gemeindehaus, das passt sehr gut», meinte Jürg Berlinger.

Leider musste der geplante Volks-Apéro wegen der Corona-Schutzmassnahmen abgesagt werden.

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