Die Vereinstätigkeit der SRG Obwalden leidet unter der Pandemie

Die SRG Obwalden musste das gesamte Jahresprogramm absagen. Die Planung für das kommende Vereinsjahr ist aufgrund der Pandemie noch offen.

Markus Villiger
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Marina Della Torre, die Präsidentin der SRG Obwalden.

Marina Della Torre, die Präsidentin der SRG Obwalden.

Bild: PD

Für alle Sektionen der SRG Zentralschweiz ist und bleibt es ein Jahr, in dem alle Verantwortlichen flexibel bleiben und mit den Änderungen gelassen umgehen mussten. Die 29-jährige Marina Della Torre, seit 2016 im Vorstand der SRG Obwalden und seit 2017 Präsidentin ist, hatte verschiedene Herausforderungen zu meistern. Hauptberuflich arbeitet sie im Jurapark Aargau als Projektmitarbeiterin Kommunikation und Marketing. «Das Vereinsjahr 2020 haben wir uns alle etwas anders vorgestellt», sagt sie. Mit vollem Elan habe der Vorstand nach der letztjährigen GV vom 24. Oktober mit der Planung der Veranstaltungen für das Jahr 2020 begonnen. «Die Covid-19-Pandemie hat uns allen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nicht nur für den Obwaldner Verein, sondern auch für das Unternehmen SRG SSR war und ist sie eine grosse Herausforderung.»

Zahlreiche Anlässe mussten im Vereinsjahr 2020 abgesagt werden. So die Radiostudioführung in Zürich, die Besichtigung des neuen SRF-Kulturstandortes in Basel, der Besuch des Alptheaters, Besuch im Bundeshaus in Bern inklusive der Besichtigung des Medienzentrums und die GV vom 29. Oktober, die nur schriftlich durchgeführt wurde. Der Besuch der Sendung «Sportpanorama» wurde auf Grund der steigenden Fallzahlen vom Vorstand SRG Obwalden ebenfalls abgesagt.

Der Vorstand der SRG Obwalden versuchte Alternativen zu organisieren. Anstelle des Besuches im Bundehaus verfasste Sandro Della Torre einen Bericht und gab so einen Einblick hinter die Kulisse, der Bericht ist auf der Website ersichtlich.

Im Frühling gab es zudem das Format «Regi Blind Talk». Die Mitglieder konnten zu bestimmten Tagen und Uhrzeiten eine Telefonnummer wählen und wurden mit einer Person aus der SRF Radio- und TV-Redaktion in Luzern verbunden. Wer am anderen Ende der Leitung antwortete, war jeweils eine Überraschung. So hatten die Mitglieder Möglichkeit, direkte Fragen zum Alltag der SRF-Mitarbeitenden zu stellen. Wie funktioniert das mit der Technik im Home-Office? Wie hat sich die Arbeit seit Corona verändert? Wie lange dauert es, einen Beitrag zu erstellen? Den Fragen war in diesem Rahmen keine Grenzen gesetzt.

Planung für 2021 noch offen

Aufgrund der zurzeit rasant steigenden Fallzahlen sei eine Planung für das Vereinsjahr 2021 nach den Worten der Präsidentin zurzeit «sehr schwierig». Verschiedene Anlässe des Vereinsjahres 2020 sollen nachgeholt werden, wann und wie sei aber noch offen. «Auch im nächstjährigen Vereinsjahr müssen wir flexibel bleiben. Unser Verein lebt letztendlich vom persönlichen Austausch».

Neues Vorstandsmitglied

Die SRG Obwalden zählt zurzeit 313 Mitglieder, 46 Mitglieder haben an der schriftlich durchgeführten Generalversammlung teilgenommen. Neu wurde Anna Rohrer in den Vorstand gewählt. Sie ist gelernter Koch, Kauffrau und Mitinhaberin der Rohrer Gartenbau und Hauswartungen GmbH und wird das Amt der Kassierin übernehmen. Wiedergewählt wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder: Armin della Torre, Sabine Lieb, Christa Schmitter und Ursula Krummenacher. Das Präsidium mit Marina Della Torre wurde im vergangenen Jahr für weitere zwei Jahre bestätigt.

Gutgeheissen wurde auch die Rechnung 2019/20, welche bei Einnahmen von 11'600 Franken und Ausgaben von 10'146 Franken mit Mehreinnahmen von 1454 Franken abschliesst. Ja sagten die Mitglieder auch zum Budget 20/21, das Mehreinnahmen von 2100 Franken vorsieht.