Die Zentralbahn trimmt die Brünigstrecke fit

Die Strecke über den Brünig ist eine grosse Baustelle, der Zugverkehr eingestellt. Die Tunnel werden ausgebaut und die Geleise erneuert.

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Baustelle statt Zugbetrieb: das Nordportal des Chäppelitunnels zwischen Lungern und Brünig-Hasliberg. (Bild: Matthias Piazza/Neue OZ)

Baustelle statt Zugbetrieb: das Nordportal des Chäppelitunnels zwischen Lungern und Brünig-Hasliberg. (Bild: Matthias Piazza/Neue OZ)

Der 145 Meter lange Zentralbahn-Tunnel Chäppeli zwischen Lungern und Brünig-Hasliberg ist zurzeit eine einzige Riesenbaustelle. Er wurde um 1890 erbaut, als noch Dampfzüge über den Brünig fuhren. Die Tunnelprofile sind für heutige Verhältnisse eng. «Unsere modernen Panoramawagen können gerade noch mit einer Handbreite zwischen Wagen und Tunnelwand hindurchfahren», erklärt Martin Röthlisberger, Leiter Infrastruktur der Zentralbahn. «Für das künftige Rollmaterial wäre der Tunnel definitiv zu eng geworden.»

Um 30 bis 50 Zentimeter werden darum die beiden Tunnels Chäppeli und Tschorren (zwischen Kaiserstuhl und Lungern) ausgebrochen. Mit einem sogenannten Spritzroboter arbeiten sich die Männer vorwärts – rund 3 Meter am Tag. Sprengungen sind in diesem Gelände nicht möglich.

Die mehrwöchige Streckensperrung nutzt die Zentralbahn für weitere Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten zwischen Sarnen und Meiringen. So werden etwa Stützmauern, Kabel- oder Entwässerungskanäle erneuert, Forstarbeiten vorgenommen sowie der Steinschlagschutz verbessert.

Nicht nur die Bauarbeiten an und für sich sind für die Zentralbahn eine Herausforderung. Sechs bis sieben Bahnersatzbusse sind im Einsatz. Rund 400'000 Franken kostet die Zentralbahn den Bahnersatz.

Matthias Piazza

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