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Engelbergs Sportmittelschüler erleben zwei Seiten einer Medaille

Die Awards der Sportlerehrung der Sportmittelschule gehen an Biathlet Niklas Hartweg, Alpin-Athlet Matthias Iten und Freestyle-Überflieger Andri Ragettli. Über 400 Gäste erlebten eine geballte Ladung Emotionen.
Beat Christen
Die Geehrten von links: Andri Ragettli (Freestyle), Matthias Iten (Alpin) und Niklas Hartweg (Nordisch). (Bilder: Beat Christen (Engelberg, 25. Mai 2018))
Alle Geehrten auf einen Blick von links: Mathilde Gremaud (Spezial-Award), Giulia Tanno (Titlis-Award), Andri Ragettli (Spezial-Award und Haupt-Award Freestyle), Matthias Iten (Award Alpin) und Niklas Hartweg (Award Nordisch).
Die Schülerinnen und Schüler danken dem Gönnerverein Pro ihrerseits mit Check, ausgestellt mit 1,3 Millionen Dankeschön.
Olympia-Silbermedaillengewinnerin Mathilde Gremaud und Andri Ragettli im Gespräch mit Moderator Christian Graf.
Schulleiter Eskil Läubli hört gespannt den Ausführungen von Giulia Tanno zu.
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Die Sportmittelschule Engelberg vergab ihre Awards

In bester Slam Poetry-Manier steht die erst 15-jährige Alexandra Arnold auf der Bühne und freut sich, nach dem Gewinn einer Medaille im Scheinwerferlicht zu stehen. Szenenwechsel: Noch immer ist es Alexandra Arnold, die jetzt aber nach einem vermeintlichen Kreuzbandriss auf dem Sofa liegend vor sich hin sinnierend den Sinn des stillen Kampfes bei der Reha und beim ganzen Aufbauprogramm zu hinterfragen beginnt. «Jede Medaille hat zwei Seiten. Die glänzende und die andere, unbekannte.»

Es ist ein starker Auftritt Arnolds und sinnbildlich für viele der Schülerinnen und Schüler der Schweizer Sportmittelschule Engelberg, die am Freitagabend mit gegen 400 Gästen zur Sportlerehrung Platz genommen hatten. Beide Medaillenseiten sorgen für Emotionen. So wie bei Giulia Tanno und Mathilde Gremaud. Während bei Tanno eine Verletzung kurz vor der Abreise den Traum von Olympia platzen liess, kehrte die eben erst von einer Verletzung genesene Gremaud mit einer Silbermedaille aus Pyeongchang nach Hause zurück. «Mein Leben hat sich wegen der Medaille aber nicht verändert», sagt Gremaud.

«Es war hart, Olympia vor dem TV-Gerät zu verfolgen»

Die Gäste erlebten an der von Christian Graf moderierten Ehrung einmal mehr ein Feuerwerk von Erfolgen und vor allem auch Emotionen. Mitten drin die nominierten Sportler. Mit einem Spezial-Award ausgezeichnet wurden die Freestyle-Aushängeschilder Mathilde Gremaud und Andri Ragettli. Den Titlis-Award konnte Giulia Tanno entgegennehmen. «Es war hart, Olympia zu Hause vor dem TV-Gerät zu verfolgen», so die Spezialaward-Gewinnerin, die am Ende der Saison als Zweite der Weltcup-Gesamtwertung in der Disziplin Big Air doch noch jubeln konnte. Angesichts der vielen Erfolge hatte die Jury keine einfache Aufgabe, die Awards-Gewinner zu bestimmen. Bei den Nordischen konnte ihn der 18-jährige Biathlet Niklas Hartweg in Empfang nehmen. Bei den Alpinen fiel die Wahl auf Mathias Iten und bei den Freestylern auf den mitten in der Maturaprüfung steckenden Andri Ragettli. Dass er diese schaffen wird, darf angesichts seiner Feststellung bezüglich sportlicher Erfolge angenommen werden. «Es ist wichtig, im Kopf stark zu sein.»

Neu eine Psychologin einmal pro Woche dabei

Für Schulleiter Eskil Läubli «ist der richtige Umgang mit Erfolgen extrem schwierig.» Um nicht Gefahr zu laufen, es sich bequem zu machen, richtet sich die Planung bereits auf den nächsten, vier Jahre dauernden Olympiazyklus aus. «Wir werden ab dem kommenden Schuljahr fix eine Sportpsychologin anstellen, die den Athleten während einem Tag in der Woche zur Verfügung steht», konnte er eine kürzlich vom Verwaltungsrat beschlossene Neuerung verkünden.

Für den Stiftungsratspräsidenten Peter Urs Naef ist der Besuch der Schule keine Garantie auf Erfolg. «Es sind die Athleten, welche den Erfolg bringen. Unsere Aufgabe ist es, die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, um Erfolg feiern zu können.» Einen massgeblichen Beitrag leistet der Gönnerverein Pro, dessen Präsident Thomas Hausherr einen Check über 70000 Franken brachte. Die Schüler ihrerseits dankten dies mit einem 1,3 Millionen-fachen Danke-Check für jeden Franken der letzten Jahre .

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