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Musikgesellschaft Giswil: «Diese neue Fahne ist unser Kind»

Die Musikgesellschaft hat am Sonntag ihre neue Fahne geweiht. Diese löst die in die Jahre gekommene Vorgängerin ab und wird schon sehr bald dem kommenden Kantonsratspräsidenten die Ehre erweisen.
Primus Camenzind
Die neue Fahne wird präsentiert. Fahnengotte Heidi Abächerli (rotes Oberteil) und –Götti Peter Wälti (im dunklen Anzug) marschieren neben Fähnrich Hans Achermann. (Bild: Primus Camenzind (Giswil, 24. Juni 2018))

Die neue Fahne wird präsentiert. Fahnengotte Heidi Abächerli (rotes Oberteil) und –Götti Peter Wälti (im dunklen Anzug) marschieren neben Fähnrich Hans Achermann. (Bild: Primus Camenzind (Giswil, 24. Juni 2018))

Der Präsident der «Giswiler Muisig», Peter Berchtold, sagte es beim Gottesdienst in der Kirche Rudenz am vergangenen Sonntag auf treffende Art: «Diese Fahne ist unser Kind. Und weil das in Familien so ist, gehören natürlich auch Fahnengotte und Fahnengötti dazu.» Heidi Abächerli und Peter Wälti standen deshalb zusammen mit dem Vereinsbanner und seinem Fähnrich Hans Achermann im Mittelpunkt der kirchlichen Einweihung und Segnung.

Peter Wälti und Heidi Abächerli, Fahnenpaten. (Bild PD/Raphael Disler)

Peter Wälti und Heidi Abächerli, Fahnenpaten. (Bild PD/Raphael Disler)

Eine stattliche Anzahl Dorfbewohner und Freunde des Musikvereins nahm an der Weihe im Gotteshaus teil. Imposant wirkte zudem die Anwesenheit sämtlicher Musikvereine aus Ob- und Nidwalden sowie der Unterwaldner Musikverband (UMV) mit ihren Delegationen und Fahnen. Der Innenraum der Rudenzer Kirche war geschmückt mit farbenfrohen Flaggen aus edlen Stoffen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Organistin Cornelia Dillier und einem Bläserensemble. Mit der Motette «Jesu meine Freunde» von Johann Sebastian Bach wurden Messe und Zeremonie würdig und festlich eröffnet.

Nach 35 Jahren Spuren hinterlassen

Das Wort gab der Pfarreiadministrator Pater Gabriel Bulai zuerst Peter Berchtold, dem Präsidenten der Musikgesellschaft. «Wer unsere alte Fahne nach 35 Dienstjahren betrachtet, stellt fest, dass man durch sie hindurch bald einmal die Zeitung lesen könnte.» Sie hat in all den Jahren stark gelitten. Am Eidgenössischen Musikfest 2016 in Montreux entschied man sich deshalb für ein neues Vereinsbanner. Ausserhalb des sakralen Raums informierte Peter Berchtold über den Ablauf der Beschaffung. Die Vereinsmitglieder konnten in der Folge im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs Ideen zu den Farben und Sujets einbringen. Ein guter Geist aus dem Mitgliederkreis brachte diese Ideen zu Papier. Die Grafiker der Firma Heingartner Fahnen in Wil fügten alles in einem Vorschlag zusammen.

«Wer unsere alte Fahne nach 35 Dienstjahren betrachtet, stellt fest, dass man durch sie hindurch bald einmal die Zeitung lesen könnte.» - Peter Berchtold, Präsident der Musikgesellschaft

«Unser Vorschlag wurde fast eins zu eins übernommen», gab Berchtold zu verstehen. Auf dem edlen Tuch in den Farben rot-schwarz-weiss sind der Giswilerstock, ein Notenschlüssel und – Notenlinien gleich – die Giswiler Laui zu erkennen. Als Spitz ziert der von Ruedi Abächerli angefertigte Obwaldner Schlüssel das Werk. Die knapp 15'000 Franken wurden dem Verein vollumfänglich von den beiden Fahnenpaten geschenkt. Präsident Peter Berchtold hierzu: «Wir haben grosses Glück.»

Stattlicher Korso zum Festplatz

Auftritt unter der neuen Fahne. (Bild PD/Raphael Disler)

Auftritt unter der neuen Fahne. (Bild PD/Raphael Disler)

Nach einem Ständchen der Feldmusik Sarnen vor dem Gotteshaus folgten die Delegationen und Gäste, Tambouren, die beiden Musikvereine und viel Volk dem neuen Banner in einem stattlichen Korso via Kreisel und Aariedstrasse auf den Festplatz beim Berufs- und Weiterbildungszentrum. Dort machte Fähnrich Hans Achermann mit sichtlichem Stolz auf einen aussergewöhnlichen Zufall aufmerksam: «Den ersten öffentlichen Auftritt hat die neue Fahne am kommenden Freitag, wenn die Musikgesellschaft Giswil unserem Fahnengötti zur Wahl als Kantonsratspräsident aufspielen darf.»

Der festliche Tag nahm seinen Lauf mit einem Marsch, der von den Giswiler und Sarner Musikanten gemeinsam vorgetragen wurde. Ausserdem genoss das zahlreiche Publikum einen reichhaltigen Volksapéro, angereichert durch gekonnte Vorträge der Obwaldner Tambouren und die hitverdächtigen Melodien der Jungmusik Giswil-Lungern. Schmackhafte Älplermagronen, lüpfige Tänze der Neunermusik und zahlreiche fröhlich-festliche Stunden rundeten den denkwürdigen Sonntag ab.

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