Dieser Unfall auf dem Flugplatz Kägiswil hätte böse enden können

Weil ein Pilot sein Flugzeug auf dem Flugplatz Kägiswil nicht sicherte, rollte dieses führerlos weg.

Philipp Unterschütz
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Die beschädigte Piper nach der Kollision mit dem Hangar auf dem Flugplatz Kägiswil.

Die beschädigte Piper nach der Kollision mit dem Hangar auf dem Flugplatz Kägiswil.

Bild: PD/Sust

Irrtum und Missgeschick führten im März 2019 auf dem Flugplatz Kägiswil zu einem Unfall, der glücklicherweise glimpflich ablief. Wie aus dem kürzlich veröffentlichten Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hervorgeht, schob der Pilot (Jahrgang 1953) nach dem Betanken ein Flugzeug vom Typ Piper, das der Motorfluggruppe Pilatus gehört, auf den Grasabstellplatz zurück. Da keine weitere Person zugegen war, entschied sich der Pilot, den Motor alleine von Hand anzuwerfen. Dabei benutzte er keine Radschuhe. Er nahm an, der weiche Boden habe genügend Rollwiderstand.

Ein Irrtum: Als der Motor startete, realisierte er, dass zu viel Leistung gesetzt war, worauf er den Gashebel zurück in den Leerlauf ziehen wollte. Da er auf dem Gras ausrutschte, gelang es ihm nicht mehr, das Flugzeug zu erreichen. Das Flugzeug rollte führerlos in Richtung Hangar, berührte diesen mit dem linken Flügel und drehte sich so, dass der Propeller mit der Holzwand des Hangars kollidierte und der Motor stoppte. Das Flugzeug wurde beschädigt, am Hangar entstand ein Loch von rund einem Quadratmeter.

Der Vorfall, bei dem sich das Flugzeug unkontrolliert in Bewegung setzte, sei darauf zurückzuführen, dass das Flugzeug nicht gesichert worden war, kam die Sust in ihrem Unfallbericht zum Schluss. Der Bericht geht auch ans Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), das über ein allfälliges Verfahren entscheidet.