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Dieses Jodlerkonzert weckt Frühlingsgefühle

Ein abwechslungsreiches Programm begeisterte das voll besetzte Mehrzweckgebäude in Flüeli-Ranft am Samstagabend. Auch die Jüngsten trugen zum gelungenen Jahreskonzert des Jodlerklubs Flüeli-Ranft bei.
Ruedi Wechsler
Die Kernser Singbuben bei ihrem Auftritt. (Bild: Ruedi Wechsler, Flüeli-Ranft, 30. März 2019)

Die Kernser Singbuben bei ihrem Auftritt. (Bild: Ruedi Wechsler, Flüeli-Ranft, 30. März 2019)

Der einheimische Jodlerklub Flüeli-Ranft, unter der Leitung von Eliane Kayser, eröffnete mit dem Lied «Jung sy» von Adolf Stähli das Jodlerkonzert im Mehrzweckgebäude. Auffallend waren die drei Vorjodlerinnen Eliane Kayser (seit einem Jahr Dirigentin), Janine Omlin-Kayser, zugleich Präsidentin, und Anni Rohrer. Ihre smarten und vor allem kräftigen und klaren Stimmen gingen am Samstagabend unter die Haut.

Janine Omlin-Kayser führt den Verein schon sechs Jahre und freute sich sehr, vor Publikum singen und juitzen zu dürfen: «Meine Stimme ist in den letzten zehn Jahren stark gewachsen und ist mit früher nicht mehr zu vergleichen», erzählte die Mutter von vier Kindern und Bäuerin aus Alpnach. Einmal pro Woche werde geprobt und im Jahr stehen rund 15 Aufführungen an.

Singbuben überzeugen mit schwungvollen Liedern

Durch den Abend führten Janine Omlin-Kayser, Michi Spichtig und Peter von Büren. Dabei traten auch die Kernser Singbuben auf. Diese gibt es mittlerweile seit 70 Jahren. In den 80er-Jahren wurden Auslandauftritte in Amerika und Japan organisiert. Unter der Leitung von Myriam Ettlin überzeugten die Singbuben auch am Konzert vom Samstag mit erfrischenden und schwungvollen Liedern. Justin Kuza etwa war auch dabei. Er singt schon seit dem Kindergarten. Raphael Ettlin lobte den Zusammenhalt der Singbuben. Der von seinem Vater komponierte Juitz «Wägbegleiter» gefalle ihm besonders gut.

Die Gastformation Jodlerklub Ybrig Unteriberg, aus der Region von Skikönigin Wendy Holdener, wurde 1983 gegründet. Das älteste Mitglied zählt stolze 84 Jahre. Mit den Jodelliedern, «Mys Plätzli» von Adolf Stähli und «I bin e Buurebueb» von Fritz Hofer hatten die «Ybriger» die 400 Volksmusikfreunde schnell auf ihrer Seite.

Für eine willkommene Abwechslung sorgte die neugegründete Kleinformation. Sie präsentierte dem Publikum diverse «Lumpenliedli», zum Beispiel «Weni keis Gäld ha...», was für viele Lacher sorgte. Ihren ersten offiziellen Auftritt hatten sie am vorletzten Samstag an der Schweizer Meisterschaft der Differenzler.

Auch das «Mythenlied» wurde angestimmt

Das bekannte Jodlerduett Kiser-Hodel zog sämtliche Register und sorgte für Sonderapplaus. Ihre Stimmen erzeugten selbst in den hinteren Reihen ein Echo und gingen durch Mark und Bein. Die beiden Schwestern sind am Fusse der Mythen aufgewachsen und da durfte das «Mythenlied» von Julia Steiner keinesfalls fehlen. Die beiden reisten allerdings ohne ihre Begleitung an. Peter Achermann musste sich kurzfristig entschuldigen. Die Schwestern Iren und Hedy beherrschen die 1. und die 2. Stimme. Und auch sie blicken auf mehrere Auslandauftritte zurück. So weilten sie einmal an einer 1.-August-Feier in Minnesota. Iren kam 1990 via Inserat zum Jodeln und führt in Ebikon eine selbstgegründete Jodelschule. Dieses Duo eliminierte auch ohne Begleitung mit ihren grossartigen Stimmen die letzte Wintermüdigkeit aus diesem Saal. Keiner der Interpreten verliess die Bühne ohne eine Zugabe.

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