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Dorfplatz Wilen: Klarer Entscheid, aber offene Fragen

Die Gemeindeversammlung hat einen Kredit von 800'000 Franken für die Dorfplatzgestaltung in Wilen klar bewilligt. Dennoch blieben kritische Fragen an Gemeinderätin Anna Kathriner nicht aus.
Romano Cuonz
Gemeinderätin Anna Kathriner. (Bild: Romano Cuonz)

Gemeinderätin Anna Kathriner. (Bild: Romano Cuonz)

Auf den ersten Blick ist es eine völlig klare Sache: Die rund 100 Besucher der Sarner Gemeindeversammlung haben am Dienstagabend den Kredit für die Gestaltung des Dorfplatzes Wilen mit 83 Ja zu 11 Nein (bei sieben Enthaltungen) angenommen. Damit kann Sarnen nach einem mehr als dreijährigen Planungsprozess das Baubewilligungsverfahren und die Ausführungsplanung in Angriff nehmen. Der Baubeginn soll 2019 erfolgen. Nur: Der Schein, dass nun alle Fragen definitiv geklärt und sämtliche Wiler mit dem Projekt restlos glücklich sind, trügt. Neben einer Aufforderung des Wilers Oskar Vlach zur Ablehnung gab es während der Versammlung auch eine grosse Zahl Fragen an die zuständige Gemeinderätin Anna Kathriner. Der frühere reformierte Pfarrer Karl Sulzbach etwa wollte wissen, ob man bei der Planung die Kinder ganz vergessen habe. Antwort Kathriners: «Für sie ist eher der Schulhausplatz auf der anderen Strassenseite vorgesehen.»

Jemand wünschte, dass auch die Kosten, die seinerzeit für den ergebnislosen Wettbewerb angefallen waren, beziffert würden. Da diese in einer früheren Rechnung verbucht worden seien, könne man sie an dieser Versammlung nicht gleich nennen, wurde gesagt.

Entschädigungen geben zu reden

Stein des Anstosses war (und bleibt) wohl das knappe Parkplatzangebot. Anwohner Paul Stephani stellte den Antrag, dass der Gemeinderat die Frage der Parkplätze und der Entschädigung nochmals diskutieren und genauer überlegen möge. Dazu stellte er präzise Fragen, zu denen Anna Kathriner teils an der Versammlung, teils im Nachhinein schriftlich Stellung bezog. Warum man den Parkplatz für Behinderte ganz zuhinterst, weit weg vom Aufgang zur Kapelle setze, wollte Stephani wissen. Anna Kathriner dazu: «Er wird bewusst in die Nähe des öffentlichen WC platziert. Auf dem Vorplatz bei der Lounge ist dies nicht möglich, da die vier Parkfelder dem Lokal vorbehalten sind.»

Danach wollte Stephani weiter wissen, wem denn der gepflästerte Platz vor dem Restaurant überhaupt gehöre. Anna Kathriners Antwort: «Der Platz vor der Lounge Wilen ist im Eigentum der Einwohnergemeinde. Der Vorplatz wurde durch die Bauherrschaft der Gemeinde im Sinne des Mehrwertausgleichs abgetreten. Mit dem Kaufvertrag wurden Nutzungsrechte zugunsten des Lokals begründet.» Stephani hakte nach: «Was steht denn in der Vereinbarung bezüglich Miete und Nutzung des gesamten Platzes durch das Restaurant?» Kathriner präzisiert nun schriftlich: «Neben den Nutzungsrechten wird in der Vereinbarung auch noch die Variante abgehandelt, auf welche Fläche und Parkplätze eine gewerbliche Nutzung Anspruch hätte. Die Nutzungsrechte zugunsten des Lokals sowie die Entschädigung wurden im Kaufvertrag festgehalten. Die Nutzungsrechte werden unentgeltlich gewährt und sind im Kaufvertrag abgehandelt.»

Weitere Parkplätze sind dereinst möglich

Die knappe Anzahl von nur sieben Parkplätzen auf dem neuen Dorfplatz – wovon einige dem Lokal zugeordnet sind – gab dann ganz allgemein zu reden. Anna Kathriner wies darauf hin, dass dies im Interesse des Grünraums um die Kapelle so sei. Ein weiteres provisorisches Angebot an Parkplätzen – im Bereich des noch nicht realisierten Bauvorhabens Widismatt – werde ins Auge gefasst.

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