«Drastischer Auftragsrückgang»: Maxon kündigt Kurzarbeit an

Das Coronavirus trifft nun auch den grössten Arbeitgeber Obwaldens. Rund 1300 Mitarbeiter am Hauptsitz der Maxon-Gruppe in Sachseln müssen sich auf Kurzarbeit einstellen.

Adrian Venetz
Hören
Drucken
Teilen
Blick in die Produktion der Maxon in Sachseln.

Blick in die Produktion der Maxon in Sachseln.

Bild: Luzerner Zeitung

Engpässe in der Materialversorgung und ein drastischer  Auftragsrückgang zwingen – nach den Pilatus Flugzeugwerken vergangene Woche – nun auch den Motorenhersteller Maxon in die Knie: Das Unternehmen bereitet sich darauf vor, ab 1. April in Kurzarbeit zu gehen, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

«Die Lücken in der Lieferkette häufen sich und es ist davon auszugehen, dass sich die Situation weiter verschlechtern wird.»

«Einerseits hat die Nachfrage nach Antrieben für Beatmungsgeräte, Laborautomaten oder Wärmebildkameras stark zugenommen», schreibt der Antriebsspezialist aus Sachseln. «Gleichzeitig aber schliessen viele Kunden ihre Firmen, was zu einem drastischen Auftragsrückgang in den nächsten Wochen führen wird.» Die grösste Herausforderung für das Unternehmen sei die Materialversorgung. «Die Lücken in der Lieferkette häufen sich und es ist davon auszugehen, dass sich die Situation weiter verschlechtern wird.»

Mit dem Mittel der Kurzarbeit und einem Sparprogramm will Maxon nun die Betriebssicherheit über die kommenden Monate sicherstellen. «Die Kurzarbeit dürfte früher oder später die allermeisten der rund 1300 Mitarbeitenden in der Schweiz betreffen: Einkauf, Entwicklung, Produktion, Verkauf, Servicestellen», schreibt das Unternehmen weiter. Man werde laufend die Situation analysieren und Anpassungen vornehmen. Ziel sei es, die Produktion weiterhin an fünf Tagen pro Woche aufrechtzuerhalten.

Mehr zum Thema

Zentralschweizer Coronanews vom 23. März

Das Corona-Virus beschäftigt derzeit die ganze Welt und somit auch die Zentralschweiz. Der Überblick zum sogenannten Sars-CoV-2-Virus im Zentralschweizer Live-Ticker.