Drohung gegen Armeeflugzeug

«Jetzt hole ich dann so einen Vogel vom Himmel.» Ein E-Mail mit diesen Worten ist am 24. Mai bei der Schweizer Armee eingegangen. Nun muss der Absender eine Busse bezahlen.

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Ein PC 9. (Symbolbild PD).

Ein PC 9. (Symbolbild PD).

«Der Verfasser des Schreibens hatte sich über Fluglärm beklagt. Nun hat sich der Mann aus dem Kanton Obwalden Luft verschafft», sagt Bernhard Schöni, Staatsanwalt des Kantons Obwalden.

Beim Droher handelt es sich um einen Anwohner des Flugplatzes Alpnach. «Der Mann sagte, er habe sich seit Monaten über den Fluglärm der PC 9 beklagt, aber offenbar habe niemand dafür zuständig sein wollen», sagt Schöni.

Geldstrafe, die schmerzt

Nachdem die Drohung bei der Armee eingegangen war, führte die Polizei bei dem Mann eine Hausdurchsuchung durch. «Es wurden dabei keine Waffen gefunden», sagt der Staatsanwalt. Dennoch komme die Sache den Mann teuer zu stehen. Das Delikt lautet auf versuchte Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. Laut Schöni liegt darauf eine Geldstrafe von einem Tagessatz bis zu einer Höchststrafe von drei Jahren Freiheitsentzug. Der Mann müsse damit rechnen, dass ihm eine Geldstrafe in einer Höhe auferlegt werde, die ihn schmerzen werde. Der Droher ist bei der Polizei nicht unbekannt. Schöni: «Er hat bereits einmal gegen Behörden gedroht.» Der Mann ist auf freiem Fuss.

Jürg Nussbaum, Kommunikationschef der Luftwaffe, sagte zum Fall: «Solche Drohungen müssen wir in jedem Fall ernst nehmen, das ist unserer Pflicht.»

Roger Rüegger / Neue LZ