EDITH HUNKELER: «Man muss Perspektiven suchen»

Rollstuhlsportlerin Edith Hunkeler war Gast bei den Obwaldner Gewerblern. Niederlagen machen einen stärker, ist ihr Credo.

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Edith Hunkeler übergibt Franziska Bolzern aus Lungern den Preis für den besten Lehrabschluss 2008. (Bild Kurt Liembd/Neue OZ)

Edith Hunkeler übergibt Franziska Bolzern aus Lungern den Preis für den besten Lehrabschluss 2008. (Bild Kurt Liembd/Neue OZ)

Mit viel Energie und spürbarem Drive erzählte Edith Hunkeler am Herbstanlass des Gewerbeverbandes Obwalden aus ihrem Leben. Dieses veränderte sich am 22. Februar 1994 radikal. Damals fuhr Edith Hunkeler mit dem Auto zur Arbeit und wurde Opfer eines schweren Autounfalls. Gross sei der anfängliche Schock gewesen, als sie die Diagnose «Querschnittlähmung» erfahren habe.

Sie sei nicht behindert und nicht krank, hält sie entschieden fest, sondern «gesund und glücklich». Nur laufen könne sie halt nicht mehr. Und auch durch ihre Erfolge an den Paralympics in Peking sei sie nichts Spezielles. «Ein Olympiasieg gibt einem kein Recht, eine Putzfrau zu haben.»

Lachen trotz Schicksalsschlägen
Das Lachen ist der Rollstuhlsportlerin Edith Hunkeler nicht vergangen, obwohl sie schon mehrere Schicksalsschläge erfahren hat. Auf die Obwaldner Gewerbler bezogen sagte sie: «Man muss im Leben immer Perspektiven suchen. Wer sich dabei anstrengt, findet diese.» Das wirkte.

Im Anschluss wurden die 29 besten Lehrabsolventen (Note 5.4 oder mehr) aus Obwalden geehrt. Die Preisübergabe erfolgte durch Edith Hunkeler und Marcel Krummenacher, Präsident des Gewerbeverbandes Obwalden.

Kurt Liembd

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Obwaldner Zeitung.