«Ein Glückstreffer für Kägiswil»

Die Suche nach zusätzlichem Schulraum war mit dem Pfarrhaus erfolgreich. Schulleiterin Fiona Gyr ist erfreut über die Lösung.

Markus Villiger
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Blick in den Schulraum für textiles und technisches Gestalten.

Blick in den Schulraum für textiles und technisches Gestalten.

Bild: Robert Hess (Kägiswil, 15. Oktober 2020)

Eine ideale Lösung sowohl für die Einwohnergemeinde wie auch für die Kirchgemeinde Sarnen: Die Schule Kägiswil, die dringend neue Räumlichkeiten suchte, konnte sich zu Beginn des neuen Schuljahres 20/21 im benachbarten ehemaligen Pfarrhaus einrichten. Schulleiterin Fiona Gyr ist sehr erfreut über diese ideale Lösung und spricht von einem Glückstreffer für die Schule Kägiswil. «Das ist viel besser als ein provisorischer Bau», betont Gyr. Auch die Sarner Rektorin Béa Sager spricht von einer sehr guten Übergangslösung. Ein diesbezüglicher Mietvertrag konnte auf unbestimmte Zeit abgeschlossen werden. Das Haus wird vorerst für mindestens acht Jahre gemietet.

Mittagstisch in der Pilotphase

Auch in Kägiswil stieg die Zahl der Schulkinder in den letzten Jahren. Mit dem Neubau im Gebiet Gehri/Hostatt werden sich die Schülerzahlen zusätzlich erhöhen. Das Schulhaus Kägiswil wurde 1953/54 von Architekt Oskar Furter, Sarnen, geplant und gebaut und in den Jahren 1993/96 von Architekt Hans Küchler, Sarnen, renoviert. Wie Roger Berchtold, Fachbereichsleiter Liegenschaften, erwähnt, steht mittelfristig in acht bis zehn Jahren eine Ersatzlösung für den Kindergartenpavillon an sowie die Integration von weiteren fehlenden Räumlichkeiten.

Zurzeit besuchen 94 Kinder, je die Hälfte Buben und Mädchen, die Schule Kägiswil.

Im ehemaligen Pfarrhaus wird, wie in den anderen Sarner Ortsteilen, ab dem Schuljahr 2020/2021 am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag ein Mittagstisch mit Betreuung angeboten. Laut Schulleiterin Fiona Gyr handelt es sich um eine Pilotphase. Das Bedürfnis der Eltern wurde erfragt und ist vorhanden. Zurzeit werden rund acht Kinder verpflegt.

Verlegung schafft Platz für Kindergarten

«Auf der Suche nach geeignetem zusätzlichem Schulraum hat sich herausgestellt, dass die Kirchgemeinde interessiert ist, das nicht mehr genutzte Pfarrhaus an die Einwohnergemeinde für Schulraum zu vermieten», erzählt Roger Berchtold, fest. Und betont:» Das Pfarrhaus, das im Jahr 1978 gebaut wurde, bietet den idealen Platz für den Mittagstisch im ursprünglichen Wohnzimmer und den Essbereich inklusive Küche. In zwei weiteren Räumen im Erdgeschoss, welche durch den Rückbau einer Zimmerwand zu einem grossen Raum zusammengefügt wurde, wird das textile und technische Gestalten (TTG) unterrichtet.

Durch die Verlegung des TTG vom Schulhaus in das ehemalige Pfarrhaus wird genügend Platz für den 2-Jahres-Kindergarten geschaffen. In zwei weiteren Räumen im Dachgeschoss des Pfarrhauses wird Kleingruppenunterricht und Hausaufgaben-Hilfe erteilt». Mit der Miete des Pfarrhauses konnte auf einen ansonsten notwendigen provisorischen Bau verzichtet und so für die nächsten Jahre eine praktische Übergangslösung gefunden werden.

Im Untergeschoss des Pfarrhauses befindet sich weiterhin das Büro des katholischen Pfarramtes Kägiswil. Wie Roger Berchtold erläutert, wurden verschiedene bauliche Massnahmen im Pfarrhaus für rund 20000 Franken vorgenommen. So der Rückbau einer Zimmerwand, Ersatz und Ergänzungen der Bodenbeläge, Gipser- und Malerarbeiten und Beleuchtungsinstallationen. Die Arbeiten wurden vor- und während den Sommerferien ausgeführt.