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Sachseln rechnet mit leichtem Minus

Seit zwei Jahren ist Werner Nolte Sachsler Bürger und seit 30 Tagen Gemeinderat– und schon legt er den Bürgern ein solides Budget vor. Dieses trotz derzeit hoher Investitionen.
Romano Cuonz
Gemeindepräsident Peter Rohrer (v.l.), Finanzchef Werner Nolte und Toni Meyer. (Bild: Romano Cuonz (Sachseln, 6. November 2018))

Gemeindepräsident Peter Rohrer (v.l.), Finanzchef Werner Nolte und Toni Meyer. (Bild: Romano Cuonz (Sachseln, 6. November 2018))

«Als parteiloser Quereinsteiger habe ich nun genau einen Monat hinter mir, und schon darf ich meinen Mitbewohnern aufs Jahr 2019 hin sehr solide Budgetzahlen vorlegen», sagte der frühere Bankfachmann und heute für die Sachsler Finanzen verantwortliche Gemeinderat Werner Nolte an einer Pressekonferenz vergangene Woche. In der Tat: Angesichts der hohen Investitionen, die die Sachsler derzeit – namentlich für Schulbauten – aufbringen müssen, fällt der budgetierte Aufwandüberschuss von rund 416 000 Franken bescheiden aus.

Der vor einem Jahr eingebürgerte, 72-jährige gebürtige Düsseldorfer Nolte, betonte, wie gut und schnell das Sachsler Ratskollegium mit ihm zusammengearbeitet habe. Sehr glücklich über die gelungene Besetzung des Amtes zeigt sich auch Gemeindepräsident Peter Rohrer. «Besser als in diesem Fall kann Integration wohl kaum funktionieren.»

Besser als ursprünglich erwartet

Noch vor einem Jahr wies Sachseln einen Aufwandüberschuss von über 804000 Franken aus. «Somit schliesst unser Budget 2019 um 387 880 Franken besser ab als jenes vom Vorjahr.», erklärte Werner Nolte. Der Cashflow – Ertrag vor Abschreibungen – betrage immerhin gute 1,911 Millionen Franken. Ganz besonderen Wert legt Nolte auf eine Feststellung: «Unser Budget hält die Vorgaben des kantonalen Finanzhaushaltgesetzes (FHG) betreffend Schuldenbegrenzung vollumfänglich ein.» Ja, trotz grosser Aufgaben im Schulhausbau, betrage der Selbstfinanzierungsgrad für 2019 knapp 46 Prozent. Damit stehe man bereits besser da als ursprünglich erwartet. Über die Zeitdauer von zehn Jahren aber würde dieser Wert nochmals auf über 100 Prozent ansteigen. «Mit solch durchaus soliden Zahlen sind wir in den nächsten Jahren weder eine Geber-, noch eine Nehmergemeinde innerhalb des innerkantonalen Finanzausgleichs», stellt auch ein erfreuter Gemeindepräsident Peter Rohrer fest.

Punkto Steuerfuss liege man mit 4,45 Einheiten ebenfalls im Obwaldner Mittelfeld. Ein Anstieg der Steuern sei kein Thema. Sachseln brauche mit seinen gut 200 Unternehmen und einer leicht ansteigenden Bevölkerungszahl in Sachen Steuereinkommen keine Zukunftsängste zu haben, findet auch Finanzchef Nolte. Bei den Steuereinnahmen rechnet die Gemeinde im Budget 2019 mit Einnahmen von rund 14 Millionen Franken von natürlichen und rund 1,9 Millionen von juristischen Personen. «Eine solide Basis.»

Grosse finanzielle Aufgaben

Allerdings könne Sachseln – auch da spricht Finanzchef Werner Nolte Klartext – vorläufig ebenso wenig an eine Steuersenkung denken. Die totalen Nettoinvestitionen betragen – namentlich wegen dem Türli-Schulhausbau (4,3 Millionen) oder auch wegen der notwendigen Sanierungen am Sigetsbach (2,2 Millionen) 9,2 Millionen Franken. Werner Nolte als frischgebackener Sachsler Finanzchef ist aber überzeugt: «Selbst diese Zahlen für Investitionen stehen in einem vernünftigen Verhältnis zur Einwohnerzahl der Gemeinde.» Neben dem Budget hat die Gemeindeversammlung vom 28. November auch noch über ein Bürgerrechtsgesuch zu befinden.

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