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Eine lange Nacht voller kurzer Geschichten im Sarner Dorfkern

Die IG Buch organisiert einen neuen, originellen Anlass, an dem Literaturfreunde voll auf ihre Kosten kommen. An verschiedenen Orten im Dorf werden Geschichten gelesen und erzählt
Philipp Unterschütz
Geri Dillier (links) und Hanspeter Müller-Drossaart sind ebenfalls beim nächtlichen Geschichten-Parcours dabei. (Bild: PD)

Geri Dillier (links) und Hanspeter Müller-Drossaart sind ebenfalls beim nächtlichen Geschichten-Parcours dabei. (Bild: PD)

Der Untergang der einst so renommierten Kulturbeiz Krone in Giswil hinterliess auch im Literaturbereich Obwaldens eine klaffende Lücke. Von vielen wurde die regelmässige und beliebte Literaturreihe «vo Gschicht zu Gschicht» – gewissermassen waren es schon fast rituelle Anlässe – schmerzlich vermisst.

Nun geht die IG Buch aber mit einer neuen Idee an den Start. «Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter – nicht mehr von Geschichte zu Geschichte, sondern auch von Ort zu Ort», erklärt Geri Dillier, der künstlerische Leiter der vor knapp 10 Jahren gegründeten IG Buch aus Sarnen.

«Die lange Nacht der kurzen Geschichten» heisst der neue Anlass, der künftig regelmässig durchgeführt werden soll. Passenderweise zum ersten Mal in der sowieso schon langen Nacht vom 27. auf den 28. Oktober, wenn die Sommer- wieder auf Winterzeit umgestellt wird und – wie es Geri Dillier formuliert – es zweimal Zwei wird, was dann aber nicht Vier, sondern Drei ergibt. In dieser Nacht sind an fünf verschiedenen Orten im Sarner Dorfkern zwischen 20 und 24 Uhr fünf verschiedene Geschichten zu hören. Geschichten, die im engeren oder weiteren Sinn mit dem Dorf zu tun haben.

Am nächtlichen Geschichten-Parcours sind einige der bedeutendsten Autoren aus Obwalden dabei:

- Im Ladenlokal von Lichtidee gibt Hanspeter Müller-Drossaart eine witzige Geschichte von Karl Imfeld zum Besten. Sie erzählt von einem Schwander Bäuerlein, dem die Sarner Dorfchilbi den Kopf verdreht.

- Im Rathaus liest Geri Dillier aus der Erzählung «Frau Bartsch» von Julian Dillier, die einen spannenden Einblick gibt ins Sarner Dorfleben der 1930er-Jahre.

- Im Gerichtsgebäude spielt Guido Dillier den Monolog «D’Widerred vom Joseph Durrer» von Romano Cuonz, worin der Hotelkönig Joseph Durrer über seine schwierige Zusammenarbeit mit dem streitbaren Kompagnon Franz Josef Bucher berichtet.

- Im Untergeschoss von Mode Windlin überrascht Elisabeth Zurgilgen mit der speziell für diesen Abend geschriebenen Dorf- und Liebesgeschichte «S root Kleid».

- In der «Aateigi» von Pastarazzi an der Sarneraa erwartet die Besucher eine musikalische und literarische Wundertüte mit dem Musiker und Autor Christov Rolla.

Die Gäste flanieren von Ort zu Ort, lassen sich für rund 20 Minuten ein auf eine besondere Dorfgeschichte, treffen sich im Spritzenhaus zu einem Wein oder einem Kaffee und machen sich auf zur nächsten Geschichte.

Ein Beitrag zur Belebung des Sarner Dorfkerns

Der kulinarische und musikalische Auftakt mit der «Schwander Fiifermuisig» läuft von 18 bis 20 Uhr im alten Spritzenhaus in Sarnen. Die IG Buch, die 120 Mitglieder und 210 Programmabonnenten hat, rechnet mit rund 200 Teilnehmern. «Viele Leute begrüssen den Anlass auch, weil sie finden, man müsste das Dorf wieder vermehrt beleben», sagt Geri Dillier über die positive Resonanz, welche die IG auf die Idee erhalten habe. Damit nicht alle Besucher gleichzeitig den gleichen Ort besuchen, wird der Ablauf von den Tickets vorgegeben.

Bei künftigen Austragungen könne man sich durchaus vorstellen, Themen zu setzen, wie beispielsweise Krimis oder Liebesgeschichten – oder die Geschichten mit Schauspielern zu ergänzen. Auch junge Literaturformen, die oft eher vom gesprochenen Wort herkommen, sind für Geri Dillier künftig denkbar.

«Die lange Nacht der kurzen Geschichten» im Sarner Dorfkern: Samstag, 27. Oktober 2018, 18 bis 24 Uhr. Tickets 25 Franken. Prospekte in den Sarner Dorfläden.

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