Einsturzgefahr - Schlimmbachbrücke gesperrt

Im Hintergraben in Sarnen bewegt sich der ins Rutschen geratene Hang nach wie vor mehrere Zentimeter pro Tag talwärts. Nachdem an der Schlimbachbrücke Risse und Verformungen festgestellt wurden, hat die Gemeinde sie ab sofort für jeglichen Verkehr gesperrt.

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Die Anrissstelle des Hangrutschs im Gebiet Hintergraben ob Sarnen. (Bild: PD)

Die Anrissstelle des Hangrutschs im Gebiet Hintergraben ob Sarnen. (Bild: PD)

Das Gebiet dem Schlimbach entlang ist schon länger aktiv. Seit Anfang Dezember 2010 rutscht es aber deutlich schneller. Das Rutschgebiet ist rund 500 Meter breit und 700 Meter lang. Auf dem Rutschgebiet befinden sich sechs Wohnhäuser und mehrere Ställe. Die Häuser rutschen zwar mit dem Hang, sind aber nach Erkenntnissen der Geologen in ihrer Stabilität nicht gefährdet. Hingegen musste ein Stall evakuiert werden, weil die Konstruktion verbogen und verzogen wurde.

Zweite Brücke betroffen

Die Brücke einer Zufahrt bei Mirgg musste schon im Januar gesperrt werden, weil sie einsturzgefährdet ist. Nun zeigen sich auch an der Schlimbachbrücke der Verbindungsstrasse zwischen den Ortsteilen Oberwilen und Stalden Schäden. Ein Versagen der Brückenkonstruktion sei jederzeit möglich, teilte die Gemeinde Sarnen am Donnerstag mit. Die Brücke ist deshalb ab sofort für jeglichen Verkehr gesperrt. Die davon Betroffenen müssen einen Umweg von mehreren Kilometern in Kauf nehmen.

Die Gemeinde arbeitet an einer Lösung und prüft zurzeit den Bau einer Notbrücke. Direkte Massnahmen gegen die grossflächige Rutschung sind nach Ansicht der Fachleute nicht möglich. Sie rechnen damit, dass sie früher oder später zum Stillstand kommt. Es wurde jedoch ein Messnetz eingerichtet, damit die Situation kontrolliert werden kann.

sda/zim