Einzug ins Schulhaus Türli in Sachseln verzögert sich

Das neue Schulhaus wird wohl erst vor den Sommerferien bezogen werden können.

Franziska Herger
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Die Nordostfassade des neuen Türli-Schulhauses in Sachseln mit in Beton gegossenen Kinderfotos.

Die Nordostfassade des neuen Türli-Schulhauses in Sachseln mit in Beton gegossenen Kinderfotos.

Bild: PD

Sie ist schön geworden, die Fassade des neuen Türli-Schulhauses in Sachseln. Neben jedem Fenster schaut dem Betrachter ein Schulkind entgegen, ihre Fotos schwarz-weiss in Beton gegossen. Der Hell-dunkel-Effekt entsteht in einem ausgeklügelten Fotobeton-Verfahren, wobei ein Abbindungsverzögerer in unterschiedlich dicken Schichten verwendet werde und so der Beton unterschiedlich schnell aushärte, erklärt Gemeindevizepräsident Florian Spichtig.

An der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend hatte er aber auch weniger erfreuliches über das Neubauprojekt Türli und Arni zu berichten. Es gebe Verzögerungen im Zeitplan, wodurch der Bezugstermin in den Osterferien nicht mehr garantiert werden könne.

Schmutzwasserleitung gibt zu reden

Einige Ausschreibungen hätten länger gedauert als geplant, erklärte Spichtig am Rande der Versammlung. «Im Sommer hatten wir zudem eine ungewollte Ruhephase aufgrund von Sommerferien und Pausen von Betrieben.» Man hoffe, dass zwischen den Oster- und Sommerferien gezügelt werden könne, zumal das alte Türli im Sommer abgerissen werden soll.

Weiter informierte Gemeindepräsident Peter Rohrer über die ehemalige Postliegenschaft im Dorf. Die Post will diese verkaufen. Der Gemeinderat habe ein Angebot unterbreitet, doch die Stockwerkeigentümer könnten noch ein Vorkaufsrecht geltend machen. Erhalte die Gemeinde den Zuschlag, sollen die Räumlichkeiten nicht für gemeindeeigene Zwecke gebraucht, sondern geeignete Mieter gesucht werden, sagte Rohrer.

Ebenfalls zur Sprache kam die Fäkalienleitung im Wissibachquartier. Diese hat sich abgesenkt und funktioniert daher nur beschränkt. Ein Anwohner wollte vom Gemeinderat den Stand der Verhandlungen über die Schuldfrage mit der Bauherrschaft wissen, sowie, ob die Gemeinde die Kosten für die Sanierung der Leitung bis zu einer Einigung allenfalls vorfinanzieren werde. Eine Einigung mit der Bauherrschaft sei noch nicht erreicht, erklärte der zuständige Gemeinderat Walter Küchler. Ein Pumpschaft sei mit 160'000 Franken im Investitionsbudget 2020 vorgesehen. Ob dieser vorfinanziert werde, sei noch nicht entschieden. Damit war der Fragende nicht vollends zufrieden, und auch alt Gemeindepräsidentin Margrit Freivogel meinte, es müsse nun möglichst zügig eine tragfähige Lösung gefunden werden, da die regelmässig notwendigen Spülungen sicher auch eine Stange Geld kosteten.

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Marion Wannemacher