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Eisige Eröffnung der Hängebrücke auf dem Titlis

Bei –15 Grad auf 3041 Metern Höhe ist am Freitag die höchstgelegene Hängebrücke Europas eröffnet worden. Der «Titlis Cliff Walk» führt über einen 500 Meter tiefen Abgrund.
Der Engelberger Talammann Martin Odermatt schneidet mit Barbara Kehrli, Gemeindepräsidentin von Gadmen, das Band auf der höchstgelegenen Hängebrücke Europas durch, links Titlis-Sprecher Peter Reinle. (Bild: Keystone)

Der Engelberger Talammann Martin Odermatt schneidet mit Barbara Kehrli, Gemeindepräsidentin von Gadmen, das Band auf der höchstgelegenen Hängebrücke Europas durch, links Titlis-Sprecher Peter Reinle. (Bild: Keystone)

Die Titlis-Bergbahnen haben rund 1,5 Millionen Franken in den «Cliff Walk» investiert. Anlass zum Bau der höchstgelegenen Hängeseilbrücke Europas ist das 100-Jahr-Jubiläum der Drahtseilbahn Engelberg-Gerschnialp. Mit der neuen 30 Tonnen schweren Attraktion will man den Gästen auf dem Titlis die Bergwelt noch näher bringen. Rund 100 Gäste, darunter Botschafter aus 14 Länder, wohnten der Eröffnung bei.

Der Weg zur Brücke, führt von der Bergstation durch den 140 Meter langen unterirdischen Stollen zur Aussichtsplattform beim Südwandfenster. Die neue schwingende Seilkonstruktion verbindet die Plattform mit der Bergstation der Gletscher-Sesselbahn Ice-Flyer. Wegen Sturm, Eisregen und Schnee kam es zu Verzögerungen von 2 bis 3 Wochen. Insbesondere der kalte Felsen sorgte für Probleme: Um die Brücke richtig zu verankern, mussten die Bohrlöcher stets beheizt und der Beton mit warmem Wasser aufbereitet werden. Für Besucher ist die neue Brücke ab Mitte Dezember offen.

Die Brücke genügt laut Mitteilung der Titlis-Bahnen höchsten Qualitätsansprüchen: So muss sie Windgeschwindigkeiten von 200 km/h und Temperaturen bis –40 Grad aushalten.

Die Arbeiten an der Hängeseilbrücke begannen Ende Juli. Die neue Attraktion ergänzt das bestehende Angebot auf dem Titlis. Es umfasst unter anderem einen Gletscherpark, eine Gletschergrotte, Snowtubing (Schlitteln auf einem reifenartigen Untersatz), ein Fotostudio, einen Uhrenshop und mehrere Restaurants.

Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Offizieller Eröffnung am 7. Dezember: Der ein Meter breite Gehweg über die Hängebrücke gewährt den Besuchern (bei schönem Wetter) einen Blick in den 500 Meter tiefen Abgrund. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Die Hängebrücke auf 3041 Metern über Meer ist die höchstgelegene Europas. (Bild: Keystone)
Barbara Kehrli, Gemeindepräsidentin von Gadmen schneidet mit Martin Odermatt, Talammann aus Engelberg das Band auf der höchstgelegenen Hängebrücke Europas durch. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Im Beisein von Botschaftern aus 14 Ländern ist der Titlis Cliff Walk am 7. Dezember eröffnet worden. (Bild: Keystone)
Mit dieser Schere wird das Band durchschnitten. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Pater Patrick aus Engelberg spricht ein Gedicht zur Eröffnung. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Keystone
Bild: mountain wilderness
Bild: mountain wilderness
Stand der Bauarbeiten am 21. November auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Arbeiter legen am 21. November die Brückenelemente zusammen. (Bild: Keystone)
Der Cliff Walk führt über 500 Meter Abgrund... (Bild: Keystone)
...von der Bergstation Titlis Rotair zum Südwandfenster... (Bild: Keystone)
... bis zur Bergstation der Gletscher Sesselbahn IceFlyer. (Bild: Keystone)
Die Zug- und Tragkonstruktion auf beiden Seiten ist für maximal 500 Tonnen Gewicht ausgelegt. (Bild: Keystone)
Es gibt keine Beschränkung der Anzahl Menschen auf der Brücke. (Bild: Keystone)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Andy Gabriel bei der Arbeit an der Brücke. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Peter Reinle, Marketingleiter Titlis Bahnen mit Roger Waser, Ingenieur Hängebrücke auf dem Sendeturm. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Felstechniker Res Blaettler beim Aufstieg. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Andy Gabriel bei der Arbeit an der Brücke. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ingenieur Roger Waser beim Fernseh-Interview. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Peter Reinle, Marketingleiter Titlis Bahnen. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Hängebrücke mit der Bergstation des Sessellifts Ice Flyer (rechts). (Bild: PD)
Blick auf die ein Meter breite und 100 Meter lange Brücke. (Bild: PD)
35 Bilder

Hängebrücke auf dem Titlis

In einer Medienmitteilung hinterfragt der Naturschutzverband mountain wilderness solche Anlagen. «Wir stehen diesem Trend zur Kommerzialisierung und Möblierung der Berggipfel sehr kritisch gegenüber», sagt Katharina Conradin, Geschäfsleiterin von mountain wilderness Schweiz. Sie erinnert daran, dass Berge kein Konsumgut sind. «Wer die Schönheit unserer einzigartigen Alpenlandschaft erleben will, braucht dazu weder Cliff- noch Skywalk, weder Rodelbahn noch Kunstkletterturm», so Conradin. Vielmehr bräuchte der Mensch offene Augen und Sinne, um die Erhabenheit der Berge zu erkennen.

rem/sda

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