Energieförderprogramm 2021

Der Kanton Obwalden muss seine Sanierungs-Fördermittel strecken

In Obwalden wurde das Energieförderprogramm 2021 vom Regierungsrat verabschiedet. Dieses unterscheidet sich inhaltlich lediglich in zwei Punkten vom Programm des Vorjahres.

Kristina Gysi
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Energieeffizienz liegt im Trend. Das zeigen die Zahlen des Energieförderprogramms des Kantons Obwalden. «Die Gelder aus den Förderbeiträgen sind sehr begehrt», sagt Regierungsrat Josef Hess, Vorsteher Bau- und Raumentwicklungsdepartement. «Wir erhalten jährlich Fördergesuche in reicher Zahl und hoffen, dass die neue Anpassung bei den Einzelbauteilsanierungen ihre Früchte trägt.»

Diese Anpassung sieht vor, die Beitragshöhe bei Einzelbauteilsanierungen von 60 Franken pro Quadratmeter auf 40 Franken pro Quadratmeter zu senken. Soll heissen, dass für einen neu wärmegedämmten Quadratmeter Wand «nur noch» 40, statt 60 Franken Förderbeitrag vergeben werden.

Die Fördergelder sollen neu bis Ende Jahr reichen, so Bauvorsteher Josef Hess.

Die Fördergelder sollen neu bis Ende Jahr reichen, so Bauvorsteher Josef Hess.

Bild: Sibylle Kathriner / PD

Grund für die Massnahme ist, dass die betroffenen Fördergelder bis anhin bereits viel zu früh aufgebraucht waren. «Bisher mussten wir neue Förderbeitragsgesuche bereits ab August oder September zurückweisen, da das Geld dafür aufgebracht war», sagt Josef Hess, «Die neue Massnahme soll die vorhandenen Mittel strecken, damit das Geld hoffentlich bis Ende Jahr reicht und wir mehr Gesuche berücksichtigen können.» Man sei gespannt, wie sich die Anpassung auf die Anzahl der Förderbeitragsgesuche auswirke.

Bonusvariante wird gestrichen

Als zweite inhaltliche Anpassung des Energieförderprogramms wird einer der beiden Bonusvarianten gestrichen. Diese sah vor, dass ein Beitrag für jede Sanierung bezahlt wird, bei der mindestens 90 Prozent aller Hauptflächen erneuert wurden. «Die Nachfrage für diese Variante blieb bisher aus und machte das Programm im Ganzen komplizierter», sagt Hess. «Deshalb wird sie 2021 nicht länger angeboten.»

Fördermittel aus Kanton und Bund

Auch mit diesen zwei Änderungen unterstützt das Förderprogramm weiterhin das Ziel, die energie- und klimapolitischen Ziele des Kantons und des Bundes zu erreichen. Rund eine Million Franken Fördermittel stehen dem Bau- und Raumentwicklungsdepartement jährlich zur Verfügung: 200'000 Franken vom Kanton und 800'000 Franken vom Bund – letztere stammen aus der nationalen CO2-Abgabe.

Das Förderprogramm 2021 umfasst somit Einzelbauteilsanierungen, Gesamtsanierungen, Minergie-P Neubauten, den Ersatz fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien, den Einsatz von Holzenergie und Sonnenkollektoren sowie die kantonale Energieberatung. Die energetische Betriebsoptimierung und das Beratungsangebot mit dem Gebäudeenergieausweis der Kantone Geak Plus sowie die Impulsberatungen bleiben ebenfalls im Programm.