Engelberg
Engelberger bekennen sich zur Dreifachturnhalle

Die Gemeinde kann zusammen mit dem Kloster und der Sportmittelschule eine neue Turnhalle realisieren und betreiben.

Matthias Piazza
Merken
Drucken
Teilen
So soll die neue Dreifachturnhalle beim Kloster Engelberg aussehen, die gemeinsam von der Gemeinde Engelberg, der Stiftsschule und der Sportmittelschule realisiert wird.

So soll die neue Dreifachturnhalle beim Kloster Engelberg aussehen, die gemeinsam von der Gemeinde Engelberg, der Stiftsschule und der Sportmittelschule realisiert wird.

Visualisierung: PD

Die Engelberger Vereine dürfen sich auf eine neue Turnhalle freuen, womit die Platzprobleme dereinst der Vergangenheit angehören. Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 80,93 Prozent (1'498 Ja zu 353 Nein) bekannten sich am Sonntag die Engelberger mit einer Stimmbeteiligung von 72,08 Prozent zur Realisierung einer Dreifachturnhalle beim Kloster. Konkret beteiligt sich Engelberg mit einer Million an der neuen Aktiengesellschaft und mit jährlich 450'000 Franken an den Betriebskosten. Das Kloster und die Sportmittelschule steuern je eine Million am Bau dieser gemeinsam genutzten Halle bei. Die restlichen neun Millionen Franken dieses 12-Millionen-Projekts sollen aus Bankdarlehen und Fördermitteln stammen. Dafür ist die Gemeinde im Gespräch mit dem Regionalentwicklungsverband und dem Bund für Beiträge aus dem Nationalen Sportanlagenkonzept.

Blick ins Innere der geplanten Dreifachturnhalle.

Blick ins Innere der geplanten Dreifachturnhalle.

Visualisierung. PD

Auch Vereine hätten mitgeholfen

Der Engelberger Talammann Alex Höchli zeigt sich über den Abstimmungsausgang erfreut. «Der hohe Ja-Stimmen-Anteil von 81 Prozent zeigt die hohe Akzeptanz des Projekts in der Bevölkerung.» Die Vereine hätten es geschafft, die Stimmbürger zu mobilisieren. Dies habe nebst den nationalen Vorlagen auch zur hohen Stimmbeteiligung geführt. Nun startet die Realisierungsphase.

«Das überzeugte Ja der Engelberger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zur Trägerschaft der Dreifachturnhalle freut das Benediktinerkloster Engelberg», wird Christian Meyer, Abt des Benediktinerklosters Engelberg, in einer Stellungnahme zitiert. «Für uns war der schonende Umgang mit den vorhandenen Landressourcen ein zentrales Anliegen. Der nun gewählte Standort bei der Stiftsschule erfüllt diese Anforderung und überzeugt dank seiner guten Lage und der Nähe zur Stiftsschule, Gemeindeschule sowie zur Schweizerischen Sportmittelschule Engelberg.» Obwohl die Stiftsschule zum heutigen Zeitpunkt keinen Bedarf an zusätzlicher Hallenkapazität habe, werde mit der geplanten Dreifachturnhalle die Stiftsschule als Bildungsstätte von nationaler und internationaler Ausstrahlung zusätzlich gestärkt.
Projekt Larix hat

Erfolg der Sportmittelschule habe sich bezahlt gemacht

«Ich wünschte mir einen Ja-Stimmen-Anteil von mindestens 80 Prozent», sagt Peter Urs Naef, Verwaltungsratspräsident und Stiftungspräsident der Sportmittelschule Engelberg. «Dass dieser Wunsch in Erfüllung ging, ist sicher auch dem Erfolg unserer Sportmittelschule und ihren Athleten zu verdanken.»

Das Projekt Larix der Röösli und Mäder Architekten aus Luzern setzte sich gegen vier weitere Projekte durch. Das Beurteilungsgremium mit Vertretern der drei beteiligten Organisationen, der Engelberger Vereine und dem kantonalen Denkmalpfleger, hatte an Larix überzeugt, dass das Gebäude nicht quer zum Hang und zu der zum Tal hin orientierten Klosteranlage ausgerichtet ist und so gut ins Ensemble passe, hiess es Mitte April, als das Siegerprojekt vorgestellt wurde. Als weiteren Vorteil wurde hervorgehoben, dass Eingangshalle, Galerie und Hallenboden optimal mit den Nebenräumen verbunden sind, Zudem habe das Projekt auch durch seinen schonenden Umgang mit den bestehenden Platzverhältnissen und ein optimales Kosten-/Nutzenverhältnis überzeugt.