ENGELBERG: Auf 1300 Metern über Meer heissts «Action»

Die Gerschnialp diente als Kulisse für einen Film. Die Wahl des Drehortes für die tamilische Lovestory ist nicht ganz zufällig.

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Die beiden Hauptdarsteller des Films Lan Tonke (links) und Lee Sandrasegaram bei den Dreharbeiten. (Bild Matthias Piazza/Neue OZ)

Die beiden Hauptdarsteller des Films Lan Tonke (links) und Lee Sandrasegaram bei den Dreharbeiten. (Bild Matthias Piazza/Neue OZ)

Gerschnialp auf rund 1300 Metern: saftgrüne Wiesen und eine prächtige Bergkulisse, wohin man blickt. Ein idyllisches Fleckchen Erde, nur Kuhgebimmel ist zu hören, ideal für Erholungssuchende und Wanderer. Das ist auch an diesem Freitag nicht viel anders, mit Ausnahme einer Wiese oberhalb des Restaurants Gerschnialp. Alles andere als Ruhe ist angesagt. Hektik und emsiges Treiben beherrschen die Szenerie. Regisseure, Kameraleute, Techniker, Maskenbildner und Co. haben hier ihr Equipment aufgebaut und die Wiese für einen Tag in Beschlag genommen.

«Schöner gehts nicht»
In wenigen Augenblicken steht ein weiterer Dreh an. Eiligst werden Kameras in Position gebracht, die Schauspieler erhalten letzte Regieanweisungen. Dann ist es so weit: Regieassistent Schoko Okroy hat das vermeintliche Chaos im Griff. «Bitte alle auf ihre Plätze und Ruhe, wir drehen.» Das Stimmengewirr verstummt. Die beiden Hauptdarsteller Leo (gespielt von Laura Tonke) und Devan (Muralee Sandrasegaram) bewegen sich beschwingt und tanzend zu indischer Musik. «Und Schnitt.» Augenblicklich verstummt die Musik, die Schauspieler stoppen ihre Szene. Die Szene sitzt noch nicht perfekt und wird darum nochmals und nochmals gespielt, bis sie im Kasten ist. Es ist eine Traumszene aus dem Film «Tamilische Hochzeit», produziert von der Firma Topic Film AG («Vitus»).

«Schöner gehts nicht.» antwortet Schoko Okroy auf die Frage, wie er die Arbeit hier oben erlebe. «Wir schätzen es, einmal aus der Stadt rauszukommen und in dieser wunderschönen Berglandschaft zu drehen. Wegen des Rundpanoramas können wir sogar eine 360-Grad-Aufnahme machen.» Da nimmt man auch den logistischen Mehraufwand in Kauf. «Drei Lastwagen mit Equipment mussten wir für den Transport auf die Gerschnialp auf kleinere Fahrzeuge umladen.»

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.