ENGELBERG: Baustart der Gondelbahn im April?

Mitte April 2014 soll mit dem Bau der Gondelbahn Engelberg–Trübsee–Stand begonnen werden. Ob tatsächlich gebaut werden kann, ist noch nicht sicher, denn noch sind Einsprachen von Pro Natura und WWF hängig

Drucken
Teilen
Die Titlis-Bahnen planen eine neue Gondelbahn von Engelberg via Trübsee nach Stand. Im Bild eine vergleichbare Anlage im Berner Oberland. (Bild: PD / Markus Müller)

Die Titlis-Bahnen planen eine neue Gondelbahn von Engelberg via Trübsee nach Stand. Im Bild eine vergleichbare Anlage im Berner Oberland. (Bild: PD / Markus Müller)

Norbert Patt, Geschäftsführer der Titlis-Bahnen, gibt sich in der neusten Ausgabe der Mitarbeiterzeitung zuversichtlich, dass das 2012 eingereichte Projekt der neuen Gondelbahn Engelberg–Trübsee–Stand in Kürze in die Umsetzungsphase geht. «Das Bundesamt wird in den kommenden Monaten – davon gehen wir aus – die Baubewilligung erteilen», so Patt weiter. Mit der neuen Achter-Gondelbahn soll die Fahrt von Engelberg bis Stand dereinst auf 16 Minuten verkürzt werden.

Einsprache wurde noch ergänzt

Die gemeinsame Einsprache von Pro Natura und WWF ist allerdings immer noch hängig. Dies bestätigt Hanspeter Rohrer, Geschäftsführer von Pro Natura Unterwalden, auf Anfrage. «Wir warten auf den Baubewilligungsentscheid des Bundesamtes. Vorher werden wir die Einsprache sicher nicht zurückziehen.»

Rückblende: Auf den Beschluss des Bundesrates im November, ein Teil des Jagdbanngebietes um den Trübsee ins Bannalpgebiet zu verschieben, reichte Pro Natura eine ergänzende Einsprache ein. Der Kritikpunkt: «Das Jagdbanngebiet würde zwar verschwinden, doch die Wildtiere verbleiben dort», so Hanspeter Rohrer. Deshalb seien Ersatzmassnahmen für den Lebensraum der betroffenen Säugetiere und Vögel vorzusehen. Zurzeit würden erst Absichtserklärungen in diese Richtung existieren, man sei aber mit den Titlis-Bahnen im Gespräch.

Indirekt will Pro Natura aber auch abgeklärt haben, ob die Verschiebung überhaupt rechtens war. Rohrer: «Sollte unsere Einsprache abgelehnt werden, prüfen wir den Weiterzug ans Bundesverwaltungsgericht.» Tatsächlich erfolgen würde ein solcher aber nur bei reellen Erfolgschancen, stellt Rohrer klar.

pd/om