ENGELBERG: Besitzer von Zweitwohnungen sind verärgert

Das neue Tourismusreglement löst bei den Besitzern von Ferienwohnungen geharnischte Reaktionen aus. Grund ist ein stärkerer Preisaufschlag als erwartet.

Geri Wyss
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Blick auf Engelberg. (Bild Geri Wyss)

Blick auf Engelberg. (Bild Geri Wyss)

Der Einwohnergemeinderat will bei der Finanzierung des Tourismus einen Systemwechsel vollziehen. Die heutige Kurtaxe soll fallen. In Zukunft sollen die Kapazitäten besteuert werden, nicht die Frequenzen. Für Besitzer von Zweitwohnungen bedeutet dies, dass sie gegenüber heute deutlich höhere Tourismusabgaben leisten müssen.

Abgabe pro Unterkunft geplant

Neu will die Einwohnergemeinde bei Ferienwohnungen eine Pauschalabgabe pro Quadratmeter Nettowohnfläche von 10 Franken erheben. Eine Kommission hatte zuhanden des Gemeinderats einen Vorschlag fürs neue Tourismusreglement ausgearbeitet. Darin war – mit knappem Mehrheitsentscheid – eine Abgabe von 8 Franken beantragt worden. Die IG Engelberg (Zweitwohnungsbesitzer und Dauermieter) reagiert verärgert darauf, dass nun 10 Franken vorgesehen sind. Der Gemeinderat habe einen mühsam erarbeiteten Kompromiss von 8 Franken in einer vorberatenden Kommission zunichte gemacht. Die IG kündigt Widerstand an: «Der Vorstand kann die Erhöhung nicht akzeptieren und wird diese mit allen möglichen Mitteln bekämpfen.»