ENGELBERG: «Betreutes Wohnen hält länger gesund»

Betreute Alterswohnungen sollen das Angebot des Erlenhauses ergänzen. Der Gemeinderat hat dazu ein Strategiepapier verabschiedet.

Marion Wannemacher
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Das Alters- und Pflegeheim Erlenhaus in Engelberg. (Bild: Geri Wyss)

Das Alters- und Pflegeheim Erlenhaus in Engelberg. (Bild: Geri Wyss)

Bis 2030 wird der Anteil der pflegebedürftigen Menschen in Engelberg voraussichtlich um 75 Prozent steigen. Von diesem Wert bei der demografischen Entwicklung geht Theres Meierhofer-Lauffer, Leiterin des Alters- und Pflegeheims Erlenhaus, aus. Sie bezieht sich auf Hochrechnungen des Gesundheitsdepartements Obwalden. «Nicht nur die Zahl der Pflegebedürftigen, auch die Betreuungssituation wird sich verändern», mutmasst Theres Meierhofer.

Keine Angehörigen mehr

«Immer weniger Senioren werden im häuslichen Bereich bleiben können, weil keine Angehörigen mehr da sind», glaubt sie. «Dafür braucht man betreutes Wohnen. Ich gehe davon aus, dass die Menschen mit diesem Angebot länger gesund bleiben und erst am Schluss stationär gepflegt werden müssen.»
Bereits im vergangenen Sommer hatte der Einwohnergemeinderat grünes Licht zum Projekt «Wohnen im Alter» gegeben. Nun legt er ein Strategiepapier zur Alters- und Gesundheitsversorgung vor. Danach sollen im Erlenhaus nur noch die intensiv pflegebedürftigen und sterbenden Menschen unterstützt werden. Für Menschen mit einem geringen Pflege- und Betreuungsbedarf ist der Bau altersgerechter Wohnungen vorgesehen.

Standort ist optimal

Gemeinderat Seppi Hainbuchner freut sich, dass sich das Benediktinerkloster Engelberg bereit erklärt hat, der Gemeinde das Land im Baurecht zur Verfügung zu stellen. «Wir sind dem Kloster dankbar, weil der Standort direkt hinter dem Erlenhaus optimal ist für das betreute Wohnen.»
Die Anzahl der Wohnungen und die dafür benötigte Fläche an Bauland ist in dieser Phase noch unklar, ebenso wie die Frage, wer die Baukosten übernimmt. Fest steht lediglich, dass es sich um Mietwohnungen mit zwei bis drei Zimmern handeln soll.

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der heutigen Ausgabe der «Neuen Obwaldner Zeitung» sowie als Abonnent/in im E-Paper.