Engelberg
Brunnibahnen-Geschäftsführer hofft, dass der Sessellift vor Saisonschluss nochmals fährt

Wegen eines technischen Defekts steht der Sessellift seit Donnerstagmittag still. Ob er bis Saisonschluss am Ostermontag nochmals fährt, ist fraglich.

Matthias Piazza
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Der Sessellift Ristis–Brunnihütte fährt zurzeit nicht.

Der Sessellift Ristis–Brunnihütte fährt zurzeit nicht.

Bild: PD (22. März 2018)

Das Geräusch verhiess nichts Gutes. Es reichte gerade noch, dass die meisten Fahrgäste bei der Berg- oder Talstation aussteigen konnten. Dann musste am Donnerstagmittag der Sessellift, der vom Ristis auf die Brunnihütte führt, abgestellt werden. Ein Fahrgast musste abgeseilt werden. Nach ersten Erkenntnissen ist auf der Bergstation das Kugellager der Umlenkscheibe defekt. Über dieses läuft das Seil des Sesselliftes. «Bei den regelmässigen Inspektionen hat nichts auf einen solchen Lagerschaden hingedeutet, das ist nach nur sieben Betriebsjahren nach dem letzten Ersatz auch aussergewöhnlich», sagt Thomas Küng, Geschäftsführer der Brunnibahnen. Diese Störung sei darum überraschend und ohne Vorwarnung aufgetreten.

Umsatzausfälle im sechsstelligen Bereich

Was genau defekt ist, werde nun untersucht. Dafür muss das Seil abgespannt und die Umlenkscheibe freigelegt werden. «Wenn sich der Schaden nur auf das Lager beschränkt und wir die nötigen Ersatzteile rasch bekommen, können wir den Sessellift noch vor Schluss der Wintersaison vom Ostermontag, 5. April, wieder in Betrieb nehmen», gibt sich Thomas Küng zuversichtlich. Im schlechteren Fall wäre dies das vorzeitige Ende der Skisaison. Denn der Betrieb des weiter oben liegenden Tellerlifts Schonegg mache alleine keinen Sinn und sei darum auch eingestellt. Geöffnet bleiben die Luftseilbahn Engelberg–Ristis, das Kinderland Yetipark auf Ristis, die Schlittelpiste und der Winterwanderweg. Für die Schlittelpiste muss jedoch zu Fuss bis zur Brunnihütte gewandert werden.

Thomas Küng spricht von je nach Wetter 100'000 bis 200'000 Franken Umsatzausfällen, sollte der schlechtere Fall eintreffen und die Skipisten zweieinhalb Wochen früher als geplant geschlossen bleiben. «Denn die Schneeverhältnisse wären noch gut und die Nachfrage zufriedenstellend gewesen in den letzten Tagen.»