Engelberg muss künftig sparen

Der Gemeinderat hat seine Finanzstrategie aktualisiert. Von 2023 bis 2028 werden Defizite erwartet.

Franziska Herger
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In Engelberg wird wacker investiert: Mit dem Schulhaus I, dem Hochwasserschutzprojekt, dem Projekt Wohnen im Alter oder der Sanierung der Friedhofsanlage sind grosse Investitionsvorhaben im Bau oder schon abgeschlossen. Mit der Erweiterung des Sporting Parks, einer neuen Lösung für das Gemeindehaus und einer neuen Turnhalle sind weitere grosse Investitionen geplant.

Nun hat der Gemeinderat seine Finanzstrategie aktualisiert, mit der die zusätzliche Aufnahme von Fremdkapital gebremst werden soll. Sie beinhaltet neben zusätzlichen Abschreibungen und Reserven die Überführung von Projekten in neue Rechtsformen wie eine AG. Neu aufgenommen wurde das Instrument des Steuerrabatts, den die Gemeinden erstmals 2020 gewähren können. Bei guter Finanzlage wolle der Gemeinderat jährlich die Beantragung eines Rabatts an die Talgemeinde prüfen, schreibt er.

Verschuldung dürfte sich erhöhen

Der Gemeinderat betont weiter, dass nach den investitionsstarken Jahren ein Liquiditätspolster angespart werden müsse, um Rückzahlungen von Fremdkapital zu finanzieren. Ende 2018 hatte die Gemeinde Schulden von 16,2 Millionen Franken. Der Gemeinderat geht davon aus, dass sich die Verschuldung in den nächsten Jahren erhöhen wird. In der Erfolgsrechnung müssen ab 2023 voraussichtlich Aufwandüberschüsse bis zu 1,6 Millionen (2025) in Kauf genommen werden. Ab 2028 sollte die Gemeinde wieder Ertragsüberschüsse aufweisen.