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ENGELBERG: Conrad-Ferdinand-Meyer-Brunnen ist wieder wie neu

Dem Conrad-Ferdinand-Meyer-Brunnen in Engelberg sieht man seine 88 Jahre nicht an. Frisch restauriert wird er heute Samstag eingeweiht.
Franziska Herger
Wurde für 9700 Franken restauriert: der Conrad-Ferdinand-Meyer-Brunnen. (Bild: PD)

Wurde für 9700 Franken restauriert: der Conrad-Ferdinand-Meyer-Brunnen. (Bild: PD)

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

Am 14. Juli 1929, vor 88 Jahren, kamen über tausend Kurgäste, Einheimische, Freunde und Verehrer des Zürcher Dichters Conrad Ferdinand Meyer zur Enthüllung des ihm gewidmeten Brunnens in Engelberg. «Unser Fest ist im Vergleich dazu klein», sagt Talammann Alex Höchli und lacht. Trotzdem wird der neu restaurierte Brunnen heute Samstag im Viktoriapärkli gebührend gefeiert, mit Einweihung durch Pfarrer P. Patrick und Volksapéro mit musikalischer Unterhaltung.

Der Brunnen stand früher woanders

Der Brunnen hat eine rege Geschichte hinter sich. Errichtet wurde er zu Ehren von Conrad Ferdinand Meyer, der dem Dorf Engelberg in seinem Band «Engelberg. Eine Dichtung» im Jahr 1872 ein Denkmal gesetzt hatte. «Meyer hat sich in die Landschaft von Engelberg verliebt», sagt der Einheimische Wendel Odermatt, der mit seiner Firma Stöckli AG aus Stans für die Restauration verantwortlich zeichnet. Ursprünglich stand der Brunnen beim Kurpark vis-à-vis dem früheren Hotel Titlis. «1965 musste der Brunnen dann der Sparkasse weichen und wurde ins Viktoriapärkli verschoben. Dort stand er, ein bisschen vergessen, bis heute», so Wendel Odermatt.

«Es sah wirklich etwas trist aus», stimmt Talammann ­Höchli zu. Doch nun erstrahlt der Brunnen in neuem Glanz. «Eigentlich haben wir nichts Spektakuläres gemacht», sagt Odermatt. Die Lis­te der Arbeiten ist trotzdem lang: «Wir haben den Brunnen geputzt, die Kalkschicht entfernt, die Bronzereliefs gewachst und die abgeblätterte Schrift nachgezogen. Auch mit Wasser füllen könnte man den Brunnen heute wieder», sagt der Fachmann. Das Resultat kann sich sehen lassen: «Der Brunnen ist wieder eine ­Augenweide», freut sich Tal­ammann Höchli. «Er ist ein ­Kulturgut, das wir sehr hochhalten.» Die Restaurierung habe 9700 Franken gekostet, so ­Höchli. Einen Teil davon habe die Interessengruppe (IG) Engelberg beigesteuert, die sich für die Anliegen der Ferienwohnungseigentümer im Klosterdorf einsetzt. Von der IG ging auch die Initiative zur Sanierung aus. «Schon vor neunzig Jahren wurde der Brunnen mit Spenden von Zürcher Feriengästen gebaut», sagt Höchli. «Es ist schön, dass sich auch jetzt Gäste daran beteiligen.»

Hinweis

Die Einweihung des restaurierten Conrad-Ferdinand-Meyer-Brunnens findet heute Samstag um 17 Uhr im Viktoriapärkli in Engelberg statt.

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