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ENGELBERG: Das Wetter soll draussen bleiben

Die Abhängigkeit vom Wetter soll kleiner werden. Dafür investieren die Brunni-Bahnen in den nächsten drei Jahren rund 4 Millionen Franken.
Soll zu einer Indoor-Spiel- und -Kletterwelt werden: alte Bergstation auf dem Ristis. (Bild: PD)

Soll zu einer Indoor-Spiel- und -Kletterwelt werden: alte Bergstation auf dem Ristis. (Bild: PD)

Philipp Unterschütz

«Unser Hauptproblem ist, dass wir bei schlechtem Wetter oder in schneearmen Wintern einfach zu wenig Gäste haben», meint Thomas Küng, Geschäftsführer der Brunni-Bahnen Engelberg AG. Die Strategie sieht deshalb eine verstärkte Konzentration auf Indoor-Möglichkeiten vor. In den vergangenen drei Jahren wurden neben der Bahninfrastruktur knapp 5 Millionen Franken auf der Klostermatte ins Restaurant OX, die Skivermietung, das Skidepot und die Pistenmaschinengarage, sowie auf dem Ristis in den Spielplatz und einen neuen Klettersteig auf den Rigidalstock investiert (Ausgabe vom 5. Juni). In den kommenden drei Jahren werden es nun rund 4 Millionen Franken sein, die man investiert, um die Wetterabhängigkeit zu reduzieren. «Den Grossteil davon können wir aus eigenen Mitteln finanzieren, weil in den kommenden Jahren keine grösseren Investitionen bei der Luftseilbahn oder dem Sessellift mehr anstehen», sagt Thomas Küng.

Indoor-Spiel- und -Kletterwelt

Als wichtigstes Projekt bezeichnet Thomas Küng die Indoor-Spielwelt, für die man rund 2,5 bis 3 Millionen Franken investieren will. Realisiert wird sie in der alten Bergstation, die heute als Lager genutzt wird. «Das Gebäude steht an einer Toplage mit einer fantastischen Aussicht», erklärt Thomas Küng. «Das Projekt sieht eine Baumstruktur mit acht Plattformen und einer Trockenrutschbahn von oben bis ganz unten vor. Integriert ist auch ein Aufenthalts- und Aussichtsbereich für die Eltern.» Das Vorprojekt für die Spielwelt, die sich an Kinder zwischen 4 und 16 Jahren richtet, ist fertig. «Jetzt arbeiten wir am Baugesuch, damit wir dieses in den nächsten Wochen einreichen können.»

Im Winter soll «Berglodge» eröffnen

Rund 500 000 Franken investieren die Brunni-Bahnen in die «Berglodge». Dafür werden im Bergrestaurant Ristis die obersten zwei Stockwerke ausgebaut, die bisher als Lager respektive als Wirte­wohnungen dienten. Es entstehen sieben Zimmer mit 4 bis 13 Betten (total 48 Betten), teilweise sind eigene Duschen/WC integriert. «Es gibt keine Luxusgeschichte», meint Thomas Küng. Der Standard werde zwar höher sein als in einer SAC-Hütte, aber auch nicht 3-Sterne-Hotel-Niveau haben. «Das Angebot richtet sich an Familien, Schulklassen, Vereine oder einfach grössere Gruppen.»

Der Umbau ist bereits bewilligt, man habe mit der Realisierung noch zugewartet, weil man im letzten Jahr eine Umsatzeinbusse von rund einer halben Million, also ziemlich genau die vorgesehene Investition, erlitten habe, erklärt Thomas Küng. «Dieses Jahr fangen wir aber mit dem Umbau an, wenn alles optimal läuft, können wir noch auf den nächsten Winter eröffnen.» Während des Umbaus gibt es im Restaurantbetrieb keine Einschränkungen, die Gäste würden davon kaum etwas mitbekommen.

Ein weiteres Projekt ist ein Skilift auf Oberristis. Auch dafür rechnet man mit Investitionskosten von einer halben Million. «Vorgesehen ist ein einfacher Tellerlift, ein günstiges System im Bau und im Unterhalt», sagt Thomas Küng. Es gebe auf dem Brunni wenig blaue Pisten für ungeübte Skifahrer. Man erhoffe sich davon eine Entlastung für die Sesselbahn.

Die Idee existiere zwar schon seit über 20 Jahren, aber man habe sich im Zug der Strategie, vom Wetter weniger abhängig zu sein, bewusst Zeit gelassen. «Wir müssen uns gut überlegen, wie gross die Investitionen ins Skifahren sein dürfen», mahnt Thomas Küng. Die letzten beiden Winter seien nicht sonderlich gut gewesen.

Die Alpgenossenschaft als Grundeigentümerin hat dem Projekt bereits zugestimmt. Ein Bewilligungsverfahren wurde aber noch keines eingeleitet. «Das Baugesuch folgt erst später, wenn wir uns sicher sind, ab wann wir den Skilift in Betrieb haben wollen. Das wird frühestens im übernächsten Winter der Fall sein.»

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