ENGELBERG: Die neue Brunnibahn nimmt runde Form an

Derzeit wird in Engelberg die neue Brunnibahn gebaut. Die Arbeiten sind schwierig, der Zeitplan ist ehrgeizig.

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Die Arbeiten zur neuen Brunnibahn sind im vollen Gang. Bild Geri Wyss/Neue NZ.

Die Arbeiten zur neuen Brunnibahn sind im vollen Gang. Bild Geri Wyss/Neue NZ.

Die Seilbahn aufs Brunni überwindet Höhenmeter um Höhenmeter. Vom Fenster aus kann man bereits den fertigen – und einzigen – Mast der neuen Brunnibahn erkennen. Sie soll am 19. Dezember ihren Betrieb aufnehmen. Praktisch bis zur Eröffnung der neuen Bahn fährt die jetzige Brunnibahn rauf und runter.

Knapper Zeitplan
Oben auf dem Ristis steht zurzeit eine Baustelle, in deren Mitte die neue Bergstation gegen den Himmel wächst. Sie steht fast am gleichen Ort wie die bisherige, ist aber einen Stock höher gelegen. «Dadurch wird man künftig auf der Höhe des Restaurants aussteigen», sagt Modeste Jossen. Der 44-Jährige ist seit Anfang Monat neuer Geschäftsführer der Brunni-Bahnen- Engelberg-AG. Während er die Baustelle betritt, winkt er einem Bekannten zu, begrüsst im nächsten Atemzug Touristen, um dann mit den Bauarbeitern zu reden. Jossen ist unverkennbar ein beschäftigter Mann. Doch nicht nur er. Weil der Bau wegen einer Verzögerung bei der Baubewilligung erst am 19. Mai, rund einen Monat später als geplant, begonnen hat, gilt es nun, einen Rückstand aufzuholen. «Die Bahn wird am 19. Dezember fahren», verströmt Jossen Optimismus. Alle am Bau Beteiligten hätten sich auf den ehrgeizigen Zeitplan eingelassen und gäben Vollgas. «Ich sage immer: Müssen macht möglich.»

Gebäude mit Kurven
An allen Ecken und Enden sind die Bauarbeiten im Gang. Während südseitig das Hochziehen eines Tragseils vorbereitet wird, schwirren auf der anderen Seite vom Baukran dirigierte Eisenteile durch die Luft. Das Stahlgerüst wie auch die gerundeten Betonschalelemente verraten: Das Gebäude will Kurven zeigen. «Die Architektur mit den geschwungenen Formen ist wirklich speziell», sagt Modeste Jossen nicht ohne Stolz. So zu betonieren fordert die Bauarbeiter gleich noch zusätzlich heraus. Entworfen hat die Bahnstationen Paolo Fuchs, Mitinhaber der Zürcher Archipart AG und selber Verwaltungsratsmitglied der Brunni-Bahnen-Engelberg-AG. Glas wird ein prägendes Element der neuen Berg- und Talstation sein.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.