ENGELBERG: Die Pro-Kopf-Verschuldung stark reduziert

Erneut weist die Einwohnergemeinde Engelberg einen positiven Rechnungsabschluss auf. Zurückgestellte Investitionen können realisiert werden.

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Die Gemeinde Engelberg aus der Luft. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Die Gemeinde Engelberg aus der Luft. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

«Noch Ende 2001 wies Engelberg eine Pro-Kopf-Verschuldung von 7100 Franken auf», sagte Statthalter und Finanzchef Charles Christen bei der Präsentation der Rechnung 2007.

1,8 Millionen Franken Überschuss
«Nach dem weiteren guten Abschluss beträgt sie per 31. Dezember 2007 noch rund 4000 Franken.» Dabei gab Christen zu bedenken, dass die Pro-Kopf-Verschuldung vergleichbarer Ferienorte im Durchschnitt bei 9000 Franken liege. Der Grund dafür seien die hohen Investitionen für die Infrastrukturen eines Ferienortes.

Die laufende Rechnung 2007 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1,8 Millionen Franken ab. Dieser wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, das damit Ende 2007 rund 3,1 Millionen Franken beträgt.

«Die neue Steuerstrategie greift»
«Zum guten Rechnungsabschluss haben neben den Sparbemühungen aller Departemente vor allem die um rund 2 Millionen Franken höheren Steuererträge beigetragen», erklärte Charles Christen.

Sowohl Frau Talammann Martha Bächler wie auch Statthalter Charles Christen betonten an der Rechnungspräsentation, dass «die neue Steuerstrategie greift». Die anfänglichen Steuerausfälle ab 1. Januar 2006 seien durch zugezogene Steuerpflichtige bereits mehr als wettgemacht worden. Zu den höheren Steuereinnahmen habe aber auch die gute Wirtschaftslage wesentlich beigetragen, ergänzte der Engelberger Finanzchef.

Investitionen sind nötig
Die positiven Rechnungsabschlüsse seit 2003 erlauben, bisher zurückgestellte Investitionen in nächster Zeit zu realisieren. Dazu gehören beispielsweise der Kursaal sowie der Sportplatz.

Viel Geld kostet aber auch das Hochwasserschutz-Projekt. «Das Projekt wird uns in den nächsten Jahren mit jährlich 1 bis 1,2 Millionen Franken belasten», schätzt Finanzchef Charles Christen.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.