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ENGELBERG: Endspurt beim Bau der Gondelbahn

Die neue Gondelbahn auf den Stand wird im Dezember eröffnet. Zwar laufen die Bauarbeiten noch auf Hochtouren, sie liegen aber in einem sehr engen Zeitplan.
Philipp Unterschütz
Die neue Bergstation Stand. (Bild: Philipp Unterschütz)

Die neue Bergstation Stand. (Bild: Philipp Unterschütz)

Philipp Unterschütz

Wie Ameisen wuseln Hunderte Touristen um die Talstation der Titlis-Bahnen, voller Vorfreude auf ihr bevorstehendes Gipfelerlebnis sind sie mit sich und ihren Selfies beschäftigt. Dass gleich daneben mit Hochdruck an der neuen Gondelbahn auf den Stand gearbeitet wird, nehmen sie kaum wahr. «Genau das ist für uns die grösste Herausforderung», sagt Marketingleiter Peter Reinle. Man hätte in der letzten Zeit jeden Tag rund 4000 Gäste auf den Berg gebracht, und wenn diese nur wenig von den Bauarbeiten wahrnehmen würden, sei ein wichtiges Ziel erreicht. Und auch bautechnisch hat man seit dem Baustart im April 2014 viel erreicht. «Von den Betonarbeiten sind 90 Prozent abgeschlossen, die Rohbauten sind zu 75 Prozent fertig, und die Bahntechnik ist zu 66 Prozent eingebaut», freut sich Reinle. «Wir sind unter dem Strich noch im Zeitplan, auf dem Stand sind wir etwas voraus, dafür liegen wir auf Trübsee hinter dem Zeitplan. Das Wichtigste ist, dass wir wissen, dass die Eröffnung der Bahn im Dezember 2015 möglich ist. Auch wenn dann da und dort der Innenausbau wie beispielsweise der Eventbereich auf Trübsee (siehe Kasten) noch nicht fertig ist.»

Mittelstation Trübsee der neuen Gondelbahn (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Die neue Gondelbahn. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Die Mittelstation Trübsee. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Die neue Terrasse des Restaurant Trübsee. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Die neue Terrasse des Restaurant Trübsee. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Tourismusdirektor Frederik Füssernich und Peter Reinle, Leiter Marketing und Stv. CEO geniessen die neuen Liegen auf der neue Terrasse des Restaurant Trübsee. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Eröffnung der neuen 8er-Gondelbahn TITLIS Xpress. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Offizielle Begrüssung durch Norbert Patt, CEO Titlis Bergbahnen. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Pfarrer Patrick segnet die Gondeln. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Eröffnung der neuen 8er-Gondelbahn TITLIS Xpress. Im Bild: VR-Präsident Hans Hess und CEO Norbert Patt schneiden das rote Band durch. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Am Samstag 12. Dezember können die Gäste zum ersten Mal mit der neuen 8er-Gondelbahn von Engelberg bis Trübsee fahren. Das Bild stammt vom 27. November). (Bild: Roger Grütter)
An der Eröffnungsfeier am Freitag 11. Dezember garantiert Schlagerstar Beatrice Egli für Unterhaltung. Auf dem Bild ist die neue Gondelbahn zwischen Trübsee und Stand zu sehen. (Bild: Roger Grütter)
Eine Gondel der neuen Titlis-Bahn zwischen Trübsee und Stand, im Hintergrund der Graustock (links). (23.10.2015). (Bild: Roger Grütter)
Eine Gondel des Titlis-Xpress hat am 24. September die neue Talstation zur ersten Testfahrt nach Trübsee verlassen. (Bild: PD / Mike Bacher)
Historischer Moment: die alte und die neue Gondelbahn (im Bild der Abschnitt Engelberg - Gerschnialp) laufen gemeinsam. Vor der Eröffnung am 12. Dezember stehen nun zahllose weitere Testfahrten und das Abnahmeverfahren durchs Bundesamt für Verkehr auf dem Programm. (Bild: PD / Mike Bacher)
27. September 2015: Die langjährigen Mitarbeiter Hans Gabriel, Josef Matter und Peter Käslin sowie Verwaltungsratspräsident Hans Hess drücken unter Aufsicht von Josef Amstutz den Halteknopf der alten Gondelbahn von Engelberg nach Gerschnialp und Trübsee. (Bild: PD / Mike Bacher)
In der Talstation Engelberg ist bereits ein grosser Teil der Bahntechnik eingebaut. Die folgenden Bilder stammen vom 20. Juli 2015 (Bild: Philipp Unterschütz)
Seit April 2014 wird an der neuen Gondelbahn gebaut. Im Bild: die neue Bergstation Stand mit Blick auf Trübsee. (Bild: Philipp Unterschütz)
Zurzeit läuft der Stahlbau für das Dach. (Bild: Philipp Unterschütz)
Das 50 Tonnen schwere Förderseil für den Abschnitt Trübsee Stand wurde mit einem 30 Tonnen schweren Spezialtransport in 1 1/2 Tagen nach Trübsee gefahren. (Bild: Philipp Unterschütz)
Das Projekt kostet rund 55 Millionen Franken. (Bild: Philipp Unterschütz)
Die Rohbauten sind zu 75 Prozent abgeschlossen. (Bild: Philipp Unterschütz)
Die Betonarbeiten sind bereits zu 90 Prozent fertig. (Bild: Philipp Unterschütz)
Die neue Mittelstation Trübsee. (Bild: Philipp Unterschütz)
Der Bau befinde sich im Zeitplan, sagt Marketingleiter Peter Reinle. (Bild: Philipp Unterschütz)
Für die Einfahrt in die neue Mittelstation Trübsee musste harter Fels weggesprengt werden. (Bild: Philipp Unterschütz)
Es werden gleichzeitig Bahntechnik und Betonarbeiten ausgeführt. (Bild: Philipp Unterschütz)
Die Einfahrt in die neue Bergstation Stand. (Bild: Philipp Unterschütz)
Die Bahn soll im Dezember 2015 eröffnet werden. (Bild: Philipp Unterschütz)
Station Stand (Bild: Philipp Unterschütz)
11.05.2015: Die Montage des höchsten Masten beginnt (hinten: die alte Seilbahn, links die Luftseilbahn). (Bild: Mike Bacher)
Vom Parkplatz der Titlis-Bergbahnen werden die einzelnen Teile mit einem Super-Puma an ihren Bestimmungsort geflogen. (Bild: Mike Bacher)
Die höchste Stütze ist 34 Meter hoch und besteht aus rund 10 Teilen. (Bild: Mike Bacher)
Blick vom Steilhang unterhalb von Trübsee auf die Gerschnialp. (Bild: Mike Bacher)
Der Super-Puma beim Parkplatz der Titlis-Bahnen in Engelberg hebt einen Masten. (Bild: Mike Bacher)
Blick auf die im Bau befindliche Talstation. (Bild: Mike Bacher)
Talstation in Engelberg. (Bild: Mike Bacher)
Der Super-Puma bringt Mast Nummer vier in den Steilhang zwischen Engelberg und Gerschnialp. (Bild: Mike Bacher)
Arbeiter treffen Vorbereitungen für einen weiteren Teil des Mastens. (Bild: Videostill rem)
Schritt für Schritt geht es in die Höhe. (Bild: Videostill rem)
Scheitelpunkt bei der Gerschnialp. (Bild: Mike Bacher)
Blick von der Gerschnialp in Richtung Trübsee. (Bild: Videostill rem)
23.07.2014: Die Roharbeiten auf Trübsee für die Mittelstation... (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
... und an der Talstation gehen planmässig voran. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
23.07.2014: Verschalungen beim Bau der Talstation in Engelberg. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
Bauarbeiten bei der Mittelstation Trübsee. Die Gäste sollen nichts vom Bau spüren. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
23.07.2014: Station Stand. Hier auf 2450 Meter über Meer ist Bauen anders als im Tal. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
Deshalb sind Spezialisten für hochalpine Bauarbeiten am Werk. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
23.07.2014: Baumaterial bei der Station Stand. Die Materialtransporte nach Trübsee erfolgen bis Gerschnialp auf der Strasse und von da mit der alten Luftseilbahn. Oft wird das Material auch nachts transportiert. So können Heliflüge vermieden werden. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
23.07.2014: Erste Fundament sind bei der Station Stand gelegt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
23.07.2014: Alles wird genau vermessen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
13.05.2014: Projektleiter Urs Bollmann nimmt die Baubewilligung von Titlis Rotair CEO Norbert Patt und Mediensprecher Peter Reinle in Empfang (von links). (Bild: PD)
Visualisierung der Mittelstation Trübsee der neuen Gondelbahn Engelberg-Stand. (Bild: Visualisierung PD)
Gut sichtbar ist die neue Terrasse mit 1500 Quadratmetern über der Bahnstation. (Bild: Visualisierung PD)
Visualisierung der Talstation der neuen Gondelbahn Engelberg-Stand. (Bild: Visualisierung PD)
Visualisierung der Bergstation der neuen Gondelbahn Engelberg-Stand. (Bild: Visualisierung PD)
Solche Omega-IV-Kabinen der Firma CWA aus Olten - die Farbe ist noch nicht bestimmt - werden künftig zum Titlis schweben. (Bild: PD)
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Bau der neuen Gondelbahn auf den Titlis

Stand der Arbeiten

Dass man beim 55-Millionen-Franken-Projekt (Bahn 50 Millionen, Erneuerungen 5 Millionen) weit vorangekommen ist, hat auch mit dem Wetter zu tun. «Bessere Verhältnisse könnten wir am Berg gar nicht haben, es ist schon eher so, dass die Hitze die Leistung reduziert», schmunzelt Reinle. Der Rundgang durch die Talstation zeigt, dass die Umlenkstation fertig montiert ist, gearbeitet wird momentan am Stahlbau, demnächst folgt das Dach. Die Stützen sind bis zur Mittelstation Trübsee fertig ausgerüstet, auf der zweiten Sektion bis Trübsee sind die Stützen montiert, aber noch nicht mit allen bahntechnischen Elementen bestückt. «Wir arbeiten sehr professionell zusammen mit der Bauunternehmung, trotzdem plagen uns verschiedene Bau­ver­spätungen», erklärt Walter Stirni­mann, der für die Bahnfirma Garaventa die bahntechnischen Arbeiten leitet. «Wir erbringen Zusatzaufwände, die Einfluss auf den Zeitplan haben.» Für Stirnimann und seine Mitarbeiter liegt die grösste Herausforderung darin, dass die verspäteten Bauarbeiten und die bahntechnische Montage gleichzeitig ablaufen müssen. «Wir sind abhängig vom Fortschritt des Rohbaus, das verlangt viel Flexibilität von uns – wir montieren überall, wo wir auf die Betonfundamente dürfen.»

Gondeln kommen im August

In der Mittelstation Trübsee sind im unteren Geschoss die Antriebs- und Gegenstation sowie die Einrichtungen für die Garagierung und die Gondelaufhängungen montiert. Anfang August werden die neuen Gondeln – die weiterhin die vertrauten Wappen und Flaggen tragen werden – geliefert. Momentan läuft die Betonierung der Überdachung der Station. Und in der Bergstation auf dem Stand konnten vergangene Woche die Betonarbeiten im Bahnbereich beendet werden. Nächsten Freitag beginnt die Montage der Antriebsstation.

Eine logistische Herausforderung war der Transport des fünf Kilometer langen Förderseils für den zweiten Abschnitt zur Station Trübsee. 50 Tonnen wiegt die gigantische Seilrolle mit dem 56 Millimeter dicken Förderseil. Der selber 30 Tonnen schwere Spezialtransporter brauchte anderthalb Tage für die Strecke, inklusive Motorkühlungspause auf ­Untertrübsee. Um die Strassenbrücke der Standseilbahn unterqueren zu können, musste die Rolle abgeladen und, gezogen von einem Lastwagen, darunter durchgerollt werden.

Ende August wird die alte Gondelbahn nach Trübsee stillgelegt. Dann müssen Passagiere auf der Gerschnialp umsteigen. Der Transport erfolgt bis zur Eröffnung der neuen Bahn mit der Standseilbahn nach Gerschnialp und von da mit der Luftseilbahn nach Trübsee.

Halbierung der Beschneiungszeit

Rund 7 Millionen Franken investieren die Titlisbahnen neben dem Neubau der Gondelbahn dieses und nächstes Jahr in die Sanierung der Beschneiungsanlagen zwischen Trübsee und Stand. «Die Zeitfenster, die für eine Beschneiung die idealen Bedingungen aufweisen, werden immer weniger und kürzer», erklärt Marketingchef Peter Reinle. Um diese effizient nutzen zu können, müssten die Beschneiungsanlagen deshalb auf den neusten technischen Stand gebracht werden. So werden insbesondere die Wasserleitungen und die Ringleitung um den Trübsee erneuert und die Kapazität erweitert. Dank der Ringleitung können künftig mehrere Pisten gleichzeitig beschneit werden.

Bessere Pistenverhältnisse

In der Saison 2016/17, nach Abschluss der laufenden Arbeiten, wird es möglich sein, innerhalb von 80 Stunden die Piste von Trübsee bis Stand komplett zu beschneien, das bedeutet eine Halbierung der heute notwendigen Zeit von 160 Stunden. «Mit der erneuerten Anlage, die vor der Beschneiung das Wasser aus dem Trübsee von 6 Grad auf 2 Grad kühlt, verbrauchen wir viel weniger Wasser und erreichen trotzdem bessere Pistenverhältnisse», sagt Peter Reinle. Ein Teil der Anlage wird bereits auf die kommende Saison in Betrieb genommen. Die Umsetzung habe keine Probleme geboten. Man habe vorgängig auch mit den Umweltverbänden, mit denen man ein gutes Einvernehmen pflege, das Gespräch gesucht.

Kühe und Alpwirtschaft

Auf der Mittelstation Trübsee entsteht neu eine 1500 Quadratmeter grosse Terrasse, die viele neue Möglichkeiten bietet. Mittlerweile ist die Planung fortgeschritten. Der Innenausbau der Mittelstation wird zur Bahneröffnung im Dezember dieses Jahres zwar noch nicht fertig sein. Das Eventgeschoss mit Infodesk, Picknickraum und Verkaufslokalitäten wird den Betrieb auf die Wintersaison 2016/17 aufnehmen.

Positionierung erfolgt im Sommer

In einer ersten Phase werden die Titlisbahnen für kommenden Sommer die riesige Terrasse gestalten und mit Themen bespielen, welche sich rund um die Alpwirtschaft drehen. Der Sommer auf Trübsee sei eine komplett andere Geschichte, und es sei deshalb klar, dass man die Winterfunktionalitäten nicht eins zu eins auf den Sommer übertragen dürfe, heisst es von Seiten der Bahnen. Dies gelte nicht nur für die Erlebnisangebote, sondern auch für Gastronomie und Positionierung. «Falls die Region Trübsee eine eigenständige Positionierung erhalten und dies auch auf dem Markt wahrgenommen werden soll, kann dies nur über den Sommer erfolgen», erklärt Marketingleiter Peter Reinle.

Kühe sind in allen Kulturen beliebt

Das Thema Alpwirtschaft wurde ausgewählt, weil es im Sommer in der Region Trübsee vorherrschend ist. Es soll für die Touristen und Gäste authentisch inszeniert werden. Eng verbunden mit dem Thema Alpwirtschaft ist die Kuh – ein in allen Kulturen beliebtes und sympathisches Tier. In späteren Phasen wollen die Titlisbahnen versuchen, das Thema in Richtung See und rund um den See weiter auszubauen. Es sollen jedes Jahr den Gästen neue Geschichten über die Alpwirtschaft und das Leben auf den Alpen erzählt werden. Ideen existieren auch für eine Gestaltung mit rund 3 Meter hohen Holzbuchstaben auf der Terrasse. Der Schriftzug «Titlis» würde zugleich als Spiel- und Kletterelement dienen. Zudem ist auch eine Liegestuhlzone in Planung. Um diese Zone abzutrennen, werden mehrere kleine Alphüttli aufgestellt, welche mit einem Doppelliegestuhl ausgerüstet sind.

Gleichzeitiger Einbau von Bahntechnik und Betonarbeiten bei der Bergstation Stand. (Bild: Philipp Unterschütz)

Gleichzeitiger Einbau von Bahntechnik und Betonarbeiten bei der Bergstation Stand. (Bild: Philipp Unterschütz)

Für die Einfahrt in die neue Mittelstation Trübsee musste harter Fels weggesprengt werden. (Bild: Philipp Unterschütz)

Für die Einfahrt in die neue Mittelstation Trübsee musste harter Fels weggesprengt werden. (Bild: Philipp Unterschütz)

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