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ENGELBERG: Erdbeben: Hotel muss nachrüsten

Das Projekt für die Sanierung des Nordflügels des Hotels Bellevue musste angepasst werden. Besitzer Roger Filliger muss wegen der Mehrkosten auf einzelne Teile verzichten.
Martin Uebelhart
Diese Woche begann der Umbau im Nordflügel des Hotels Bellevue-Terminus in Engelberg. (Bild: PD)

Diese Woche begann der Umbau im Nordflügel des Hotels Bellevue-Terminus in Engelberg. (Bild: PD)

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@obwaldnerzeitung.ch

In einem Inserat im «Engelberger Anzeiger» teilt das Hotel Bellevue-Terminus mit, dass das Restaurant Yucatan vom 18. April bis am 4. Mai geschlossen ist. Hintergrund: Beim Umbau des Nordflügels des Hotels, der diesen Montag startete, müssen zusätzliche Massnahmen zur Erdbebensicherheit eingebaut werden. «Der Bau der zusätzlichen Erdbebenwände tangiert das ‹Yucatan› nicht direkt», sagt Hotelier und Inhaber Roger Filliger. Betroffen seien in erster Linie interne Verkehrswege und die Küche. «Aber die Immissionen sind so gross, dass wir den Restaurationsbetrieb nicht aufrechterhalten können.»

Im Blog auf der Website des Hotels ist davon die Rede, dass die Auflage einer erdbebengerechten Bauweise nach SIA-Norm die Bauherrschaft überrascht hat. «Als wir die Baueingabe machten, war das noch keine Anforderung. Erst als die Baubewilligung vorlag, verlangte man auch einen Nachweis, dass der Bau den Vorschriften für erdbebensicheres Bauen entspricht», sagt Filliger. Er habe dann einen Statiker beauftragt, dies zu prüfen. Dieser habe festgestellt, dass die Vorschriften nicht erfüllt seien. «Was bei einem 120 Jahre alten Gebäude auch nicht weiter verwunderlich ist», findet Filliger. «Wir müssen im ganzen Gebäude fünf Betonwände erstellen, die sich vom Erd- bis ins Dachgeschoss durchziehen.» Dazu würden Mikropfähle rund 20 bis 25 Meter im Boden verankert und danach die Wände auf diese Fundamente gestellt.

Filliger haderte zunächst mit der Erdbebenauflage: «Hätte ich den Bescheid, dass wir das machen müssen, zwei Wochen früher erhalten, hätte ich das ganze Umbauprojekt gestoppt.» Er spricht von realitätsfremden Normen, die von irgendwelchen Ingenieuren ersonnen worden seien und nun im Gesetz stünden.

Verzicht auf Wünschbares nötig

Die Auflagen haben direkte Auswirkungen aufs Sanierungsprojekt. «Was uns die Betonwände kosten, müssen wir anderswo einsparen», sagt Filliger. «Wir hätten gerne den Eingangs- und Empfangsbereich neu gestaltet, Verbesserungen bei der internen Logistik sowie neue Kühlmöglichkeiten für die Küche realisiert.» Darauf verzichte man nun schweren Herzens. «Es sind Dinge, die wir gerne umgesetzt hätten. Wir werden jeden Tag spüren, dass wir das nicht haben», ist er überzeugt. Das Hotel bleibt für Einzelreisende bis Mitte Juli geschlossen. «Wir gehen davon aus, dass wir den Nordflügel wie geplant Ende Oktober in Betrieb nehmen können. Allerdings dürfen wir dann nicht noch mehr solche Überraschungen erleben.»

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