ENGELBERG: Erst der Kursaal, dann das Grandhotel

Die Gemeinde will sich am Kursaal finanziell beteiligen, damit es mit diesem Projekt endlich vorangeht. Und für das Grandhotel scheint ein Investor gefunden zu sein.

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So soll der Kursaal mit neuem Annexbau aussehen. (Bild pd)

So soll der Kursaal mit neuem Annexbau aussehen. (Bild pd)

Der Sanierung des Kursaals steht nichts mehr entgegen. «Jetzt will sich die Gemeinde finanziell engagieren, so dass es mit dem Kursaal endlich vorwärtsgeht», betont Frau Talammann Martha Bächler.

Doch das letzte Wort werden voraussichtlich die Engelberger haben. Im Herbst werden sie, zusammen mit dem Sportplatz, über die Restaurierung und den Ausbau des Kursaals abstimmen können.

«Dem Bau den Charme der Belle Epoque zurückgeben»
Im Moment noch ist der Kursaal im Besitz des Tourismusvereins Engelberg. «Die Kosten der Sanierung inklusive eines neuen Nebengebäudes würden sich auf 5,6 Millionen Franken belaufen», führt Präsident Ernst von Holzen aus. Die Inneneinrichtung ist zusätzlich mit 300'000 Franken budgetiert. Um die Kosten der Sanierung und des Annexbaus zu decken, sollen Land und Kursaal in eine Aktiengesellschaft eingebracht werden, die zu zwei Drittel von der Gemeinde und zu einem Drittel vom Tourismusverein getragen werden soll. Zuerst allerdings muss der Tourismusverein am 26. September an seiner GV das Vorhaben noch absegnen.

Der 289 Quadratmeter grosse Kursaal, der vermutlich um 1900 in Anlehnung an den Jugendstil gebaut worden ist, soll unter Beizug der Denkmalpflege in seinen ursprünglichen Zustand zurückgebaut werden, sagt Architekt Richard Kuster. «Wir möchten dem Bau wieder den Charme zurückgeben, den die Hotellerie der Belle Epoque ausstrahlt», sagt Kuster.

Falls das Projekt beim Tourismusverein und bei der Engelberger Bevölkerung auf Zustimmung stösst, kann noch dieses Jahr gebaut und restauriert werden. Ab Weihnachten 2009 könnten dann im Kursaal wieder Anlässe stattfinden. 

Das neue Grandhotel soll 2011 eröffnet werden
Auf der 5270 Quadratmeter grossen Parzelle ist auf der Nordseite des Kurparks ein Grandhotel geplant. Im September 2007 ist das Projekt des 28 bis 30 Millionen teuren 4-Sterne-plus-Hotels der Öffentlichkeit vorgestellt worden. «Eine Zonenplanänderung sollte im November an der Talgemeinde behandelt werden», sagt Toni Bucher, Verwaltungsratspräsident der Eberli Partner AG. Bucher hofft, mit dem Bau im Herbst 2009 starten und im Frühjahr 2011 das Grandhotel eröffnen zu können.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Obwaldner Zeitung.