ENGELBERG: Gemeinde will selbst über Kehricht bestimmen

Der Gemeinderat will selber schauen, wie es mit der Kehrichtentsorgung weitergeht. Arnold J. Zeugin verliert sein Mandat.

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Kehrichtentsorgung in Engelberg. (Bild Beat Christen/Neue NZ)

Kehrichtentsorgung in Engelberg. (Bild Beat Christen/Neue NZ)

Das Talvolk von Engelberg war es, welches am 25. November vergangenen Jahres mit 60 Prozent Ja-Stimmen an der Urne der Kehrichtentsorgung des Ortes eine neue Richtung vorgegeben hatte.

Es nahm eine Einzelinitiative von alt Kantonsrat Arnold J. Zeugin an, welche vorsah, aus dem Entsorgungszweckverband Obwalden auszutreten und eine eigene Engelberger Lösung anzustreben. Als Folge davon übertrug der Engelberger Gemeinderat dem Initianten das Mandat, selber die Austrittsverhandlungen mit dem Verband zu führen und ein neues Entsorgungskonzept auszuarbeiten.

Der Submission Mängel attestiert
Dieses Mandat ist Arnold J. Zeugin nun wieder los, wie ein Blick in den «Engelberger Anzeiger» von gestern offenbart. Der Einwohnergemeinderat vermeldet darin, dass er sich verpflichtet sehe, die Konzeption und Realisierung der Kehrichtentsorgung Engelberg selbstständig vorzunehmen. Er stütze sich dabei auf den Entscheid des Verwaltungsgerichts, die Stellungnahmen des Amts für Landwirtschaft und Umwelt sowie der Justizverwaltung des Kantons Obwalden.

Darin waren Mängel bei den bisherigen Entwürfen und der Submission festgestellt worden. Mit dem «Entscheid des Verwaltungsgerichts» ist das Gutheissen einer Beschwerde gemeint, welche gegen die Submission der Kehrichtentsorgung Engelberg eingegangen war. Für ihn sei klar, dass es bei diesem Entscheid nicht um ihn persönlich gegangen sei, sagt Arnold J. Zeugin. «Es geht ums Geschäft, es geht um Millionen.»

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Obwaldner Zeitung.