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ENGELBERG: Helfer aus allen Landesteilen engagiert

Die Veranstalter der Skispringen beschreiten bei der Suche nach Freiwilligen neue Wege. Mit Erfolg. Via Internetplattform wurden 70 zusätzliche Helfer rekrutiert.
Einer der über 200 Helfer: Sepp Töngi bei der Präparation der Schanze. (Bild Nadia Schärli)

Einer der über 200 Helfer: Sepp Töngi bei der Präparation der Schanze. (Bild Nadia Schärli)

Oliver Mattmann

Wenn Simon Ammann, Gregor Deschwanden und Co. am Wochenende am Fusse des Titlis über die Schanze springen, braucht es hinter den Kulissen etliche Heinzelmännchen, damit ein Anlass in dieser Grösse überhaupt durchgeführt werden kann. 220 Helferinnen und Helfer, um es genau zu nehmen. Wer schon Veranstaltungen auf die Beine gestellt hat, weiss, dass es oft kein Zuckerschlecken ist, so viele Freiwillige aufzutreiben. Das Glück der Organisatoren in Engelberg: «Wir dürfen auf eine eingeschworene Truppe zählen», so Mediensprecher Peter Schmidli. Seit Jahren würden nicht nur die heimische Bevölkerung und die lokalen Vereine mit anpacken. «Auch Freunde von Freunden, Zweitwohnungsbesitzer und Skispringfans stellen sich Jahr für Jahr zur Verfügung», hält Peter Schmidli weiter fest.

Administration wird erleichtert

Trotzdem sagt Peter Schmidli: «Angesichts des riesigen Aufwands versteht es sich von selbst, dass es nicht immer einfach ist, genügend Helfer zu finden.» Und Walter Imbach, neu für das Ressort Personal zuständig, doppelt nach: «Die Leute planen heute kurzfristiger und legen sich weniger gerne schon weit im Voraus fest.» Auch deshalb geht das OK auf der Suche nach zusätzlichen Helfern in diesem Jahr neue Wege. Imbach hat die beiden Skispringen auf der Plattform von Swiss Volunteers ausgeschrieben – ein Projekt, das ursprünglich von Swiss Olympic ins Leben gerufen wurde und Veranstalter sowie Helfer aus der ganzen Schweiz zusammenbringt.

Mit Erfolg: Um die 70 Helfer konnten so gewonnen werden. «Bisher kamen die Freiwilligen vor allem aus der Region Zentralschweiz», so Walter Imbach, «nun haben wir auch solche aus Genf, Ascona, Chur oder Chiasso.» Die Weltcup-Skispringen befänden sich in guter Gesellschaft. Die Organisatoren etwa der Lauberhorn-Rennen oder des Leichtathletikmeetings Athletissima in Lausanne würden sich ebenfalls auf Swiss Volunteers stützen. «Ein grosser Vorteil ist die benutzerfreundliche Internetlösung, welche die ganze Helferadministration enorm erleichtert», betont Walter Imbach. Das System sei Gold wert, vieles laufe automatisch, etwa bei kurzfristigen Abmeldungen oder Umplatzierungen.

Er könne die Plattform nur weiterempfehlen, gegenwärtig seien rund 30 000 Helfer registriert, davon seien heuer etwa 9000 mindestens einmal im Einsatz gestanden. «Es gibt regelrechte Edelhelfer, die praktisch jedes zweite Wochenende irgendwo einen Anlass unterstützen.»

Bescheidener Aufwand für Nutzung

Wer nun denkt, die Nutzung der Plattform koste die Veranstalter eine grosse Stange Geld, liegt falsch. Wer wie sie ein Helferfest durchführe oder den Sponsoren von Swiss Volunteers ein Inserat im Programmheft gewähre, könne die Summe zusätzlich senken, erzählt Walter Imbach. So verbleiben den Engelbergern Restkosten von rund 1000 Franken. «Bei einem Budget von über einer Million Franken für den ganzen Anlass ist dieser Aufwand verhältnismässig klein und jeden Rappen wert.»

Reizvoll ist die Plattform aber auch für die registrierten Helfer. Sie erhalten pro geleistete Einsatzstunde einen Punkt. Je mehr Punkte sie auf ihr Konto schaufeln, desto grösser wird die Auswahl an Produkten, die sie mit den Punkten über einen Shop beziehen können. Die Engelberger Organisatoren führen derzeit zudem noch ein eigenes Bonussystem für ihre Helferschar. Mit den gesammelten Punkten kann aus Angeboten wie Tageskarten für Bergbahnen, Ausflügen auf den See oder Eintritte in Hallenbäder ausgewählt werden. Wer lieber Bargeld bezieht, hat diese Option ebenfalls – mit einem reduzierten Ansatz.

«Mindestens genauso wichtig ist aber der respektvolle Umgang mit den Helfern. Sie sollen spüren, dass wir ihre Dienste wirklich zu schätzen wissen. So steigen die Chancen, dass sie unserem Anlass auch in Zukunft treu bleiben.» Walter Imbach muss es wissen, hat er doch 22 Jahre lang selber eine Firma mit rund 300 Mitarbeitern geleitet.

Hinweis

www.weltcup-engelberg.ch, www.swissvolunteers.ch

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