ENGELBERG: Jetzt haben Golfer ein gemütliches Haus

Das neue Clubhaus des Golfclubs wird am Wochenende eingeweiht. Nicht nur die Golfspieler haben etwas davon.

Geri Wyss
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Eveline Kühne im alpenchicen «Golf Stubli» mit Gastgeber Rolf Engeler. (Bild Corinne Glanzmann)

Eveline Kühne im alpenchicen «Golf Stubli» mit Gastgeber Rolf Engeler. (Bild Corinne Glanzmann)

Rustikal, urig-gemütlich, viel Holz und Stein: So präsentiert sich das neue Clubhaus des Golfclubs Engelberg. Gepaart ist das neue Gebäude mit modernster Infrastruktur und schönem Design, wofür der Begriff «alpenchic» steht. Am Wochenende wird das neue Clubhaus, das seit 4. Mai in Betrieb ist, offiziell eröffnet.

Dreieinhalb Jahre Planung stehen hinter dem neuen Gebäude. Mitte September des vergangenen Jahres war das alte Haus abgerissen worden. In kurzer Zeit entstand das neue Clubhaus, und dies obwohl das Wetter nicht immer mitspielte. Im Winter lag viel Schnee, und der Frühling wollte lange nicht Einzug halten.

Restaurant ist öffentlich

Der Neubau hat mehrere Millionen Franken gekostet. Vom neuen Clubhaus haben aber nicht nur die Golfspieler etwas. Im Restaurant Golf Stubli sind auch Nicht-Golfer willkommen. Es ist nur schon wegen der Terrasse mit dem tollen Ausblick in die Bergwelt einen Besuch wert. Aber auch das Innere verströmt mit dem vielen Holz eine warme, heimelige Atmosphäre. Im Winter, wenn die Golfsaison ruht, kann das Restaurant für private Anlässe oder Events von Firmen gemietet werden. Betrieben wird das «Golf Stubli» von der Gastronomie der Titlis-Bahnen.

Ein Golfclub für alle

Der Golfclub Engelberg existiert seit 1996. Heute zählt er rund 500 Mitglieder. Die Initialzündung für den Golfsport in Engelberg gab 1992 die Gründung eines Fördervereins. Dabei waren Geny Hess sen., Eugenio Rüegger, Sepp Bünter und der ehemalige Talammann Robi Infanger an vorderster Front aktiv. Geny Hess sen. und Sepp Bünter waren nun auch in der neuen Baukommission für das neue Clubhaus tätig.

Clubmitglieder und Tagestouristen

Begonnen hat die Golfgeschichte in Engelberg mit einer 3-Loch-Driving Range. Später entstand eine 9-Loch-Anlage mit provisorischem Clubhaus in einem umgebauten Stall. Heute messen sich die Golfer auf der 18-Loch-Anlage ­inmitten der Engelberger Bergwelt. ­«Anfangs waren fast nur Engelberger im Golfclub», erinnert sich Vorstandsmitglied Markus Thumiger. Heute sind Leute aus der ganzen Schweiz dabei, hauptsächlich aus der Zentralschweiz. «Parallel dazu besuchen uns viele Greenfee-Spieler», Tagestouristen, die eine Runde Golf spielen wollen.»

Der Präsident des Golfclubs Engelberg, René Rinderknecht, ergänzt: «Wir dürfen behaupten, dass der Golfplatz mit dem Clubhaus äusserst beliebt ist.» Der Platz sei flach und eingebettet in die schöne Bergwelt. «Wir bekommen auch regelmässig Komplimente für unsere Freundlichkeit.»

Golfsport ist gefragt

Der Golfclub Engelberg ist für alle offen. Einzige Bedingung: Man muss die Platzreife haben. Es besteht die Möglichkeit, als Aktivmitglied gleich Aktionär zu werden oder eine Jahresmitgliedschaft zu erwerben. Prominente Mitglieder des Golfclubs Engelberg sind etwa der Trainer der Schweizer Fussball-­Nationalmannschaft, Ottmar Hitzfeld, die ­Nidwaldner Regierungsrätin Yvonne von Deschwanden oder die skifahrenden Geschwister Dominique, Marc und ­Michelle Gisin. «Der Golfclub Engelberg hat sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt», sagt Markus Thumiger.

Für ihn ist klar, dass Golf in Engelberg volkswirtschaftlich bedeutsam ist. «Für viele potenzielle Käufer von Ferien- oder Zweitwohnungen ist ein Golfplatz im Ort eine Voraussetzung.» Spürbar auf den Sommertourismus auswirken würden sich auch die vielen Turniere und Greenfee-Spieler, ist Thumiger überzeugt. «Die Golfspieler übernachten im Dorf und nutzen dessen Infrastruktur.»