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ENGELBERG: Jüngster Bewohner setzt den Bagger in Bewegung

Bewohner, Bauherrschaft und Politik legten mit dem Spatenstich den Startschuss für die Sanierung des Erlenhauses und den Bau der Alterswohnungen. Bewohner dürfen sich auf mehr Komfort freuen.
Der Bagger leitete den Bau der Alterswohnungen und die Sanierung des Erlenhauses ein – in Anwesenheit von Politik, Heimleitung und weiteren Verantwortlichen. (Bild: Matthias Piazza (Engelberg, 24. Oktober 2017))

Der Bagger leitete den Bau der Alterswohnungen und die Sanierung des Erlenhauses ein – in Anwesenheit von Politik, Heimleitung und weiteren Verantwortlichen. (Bild: Matthias Piazza (Engelberg, 24. Oktober 2017))

Kraftvoll wühlte sich die Baggerschaufel in die Erde und hob eine Ladung aus. Die Ehre für diesen symbolträchtigen Akt wurde Marco Kern zuteil. Als jüngster Bewohner durfte der 61-Jährige am Dienstagnachmittag den Bagger bedienen – und damit im Beisein von Engelberger Gemeinderat, Architekten, Stiftungsrat, Geistlichkeit, weiterer Gäste und Bewohner den Startschuss für die Sanierung des Alters- und Pflegeheims Erlenhaus und den Neubau der Alterswohnungen geben.

Seppi Hainbuchner, Engelberger Gemeinderat und Präsident der Stiftung Erlen, freute sich, dass nach einer intensiven Planungs- und Bewilligungsphase mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Er blickte in seiner Rede auf die bisherigen Meilensteine zurück, so auf den Mai 2014, als die Talgemeinde den Projektierungskredit über 395 000 Franken oder im November 2015 die Anschubfinanzierung von 7,3 Millionen und die Umzonung genehmigte.

«Flexibilität und Improvisation sind gefragt»

«Aufbruch bedeutet auch Abbruch», stimmte Betriebsleiterin Theres Meierhofer die rund 50 Bewohner und Mitarbeiter auf die kommende Zeit mit Baulärm und Provisorien ein. «Flexibilität und Improvisation sind gefragt, vor allem, wenn dann das Erlenhaus saniert wird. Aber es lohnt sich. Es wird neu und es wird besser.» Das Alters- und Pflegeheim mit Baujahr 1983 habe das Ende seiner Lebensdauer erreicht, begründete Theres Meierhofer gegenüber unserer Zeitung die Erneuerung. Gebäudehülle, Fenster und Dach werden saniert. Ersetzt werden zudem die Lüftungs- und Heizungsanlagen, das sanitäre System und ein grosser Teil der elektrischen Anlagen. Anpassungen gibt es weiter beim Brandschutz und der Erdbebensicherheit. Die Bewohner profitieren gemäss Theres Meierhofer auch von einem gesteigerten Komfort. «Jedes Zimmer bekommt eine eigene Dusche. Bewohner können künftig auch in den neuen Aufenthalts- und Verpflegungsräumen in den oberen Stockwerken essen.»

Neubau wird zuerst zum Provisorium

Bis dahin braucht es allerdings noch etwa fünf Jahre Geduld. In den nächsten zwei Jahren wird neben dem Erlenhaus ein Neubau namens Bergkristall mit 28 altersgerechten Wohnungen entstehen. Die Mieter dürfen dereinst bei Bedarf im benachbarten Erlenhaus essen oder den Nachtdienst des Pflegepersonals in Anspruch nehmen. Zuerst dient aber der Neubau nach Fertigstellung Ende 2019 oder Anfang 2020 als Provisorium für die Erlenhaus-Bewohner, damit der verwaiste Altbau totalsaniert werden kann.

Voraussichtlich 2022 dürfen die Bewohner ihr neues und komfortableres Erlenhaus wieder in Beschlag nehmen. Die Alterswohnungen können dann ihrer Bestimmung übergeben werden. Für die Realisierung von Sanierung und Neubau wurde wegen der Kosten von rund 29 Millionen Franken eine eigene Stiftung gegründet.

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

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