ENGELBERG: Lokale Geschichten hervorgeholt

Kurz, aber heftig. So der Kurzbeschrieb der Engelberger Brunni-Fasnacht.

Drucken
Teilen
Bestimmt kein «Gfrörli» ist dieser Fahnenschwinger. (Bild: Beat Christen (Engelberg, 25. Februar 2017))

Bestimmt kein «Gfrörli» ist dieser Fahnenschwinger. (Bild: Beat Christen (Engelberg, 25. Februar 2017))

Und die Langversion geht dann so: Seit Jahren nimmt die fünfte Jahreszeit immer am Samstagabend von Engelberg Besitz. Dann gibt es kein Halten mehr. Alles ist auf den Beinen, um den sich nicht um einen offiziellen Programmablauf kümmernden Umzug durch die Dorfstrasse zu sehen. Dass dabei vorwiegend lokale Themen die Szenerie beherrschen, versteht sich von selbst.

Thema Wolf ist aktueller denn je

Ein gutes Timing hatte in diesem Jahr der Damenturnverein. Just einen Tag nachdem in Grafenort ein Wolf gesichtet worden war, traten sie als Gruppe «Die mit dem Wolf tanzen» auf. Und wie dereinst die Beschäftigungsalternativen der Skilehrer zu den schneearmen Wintern aussehen können, wurde schon mal den Umzugsbesuchern vor Augen geführt. Und auch die horrende Spitalrechnung eines Patienten aus Übersee zu Lasten der Steuerzahler wurde an der Brunni-Fasnacht nochmals aufgegriffen.

Auffallend in diesem Jahr: Viele kleine Einzelgruppen bereicherten den Umzug. Auch dies ist eine seit Jahren gelebte Tradition. Man reiht sich einfach zwischen den Sujets ein und geniesst für einen kurzen Augenblick die Aufmerksamkeit und die herrliche Fasnachtsstimmung inmitten des dichten Zuschauerspaliers. Und wer danach noch nicht genug hatte, dem bot sich bei der Brunni-Skifasnacht am Sonntag Gelegenheit, sich der fünften Jahreszeit ausgiebig zu widmen.

 

Beat Christen

redaktion@obwaldnerzeitung.ch