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ENGELBERG: Mehr «Lohn» für Feuerwehr

Der Stundenansatz für einen Feuerwehreinsatz soll von 28 auf 35 Franken erhöht werden. Der Kommandant spricht von einer angemessenen Entschädigung.
Matthias Piazza
Die Feuerwehr Engelberg bei einer Waldbrandübung. (Bild: PD)

Die Feuerwehr Engelberg bei einer Waldbrandübung. (Bild: PD)

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

Diese Jahr musste die Engelberger Feuerwehr schon 30-mal ausrücken. 38 Einsätze waren es im vergangenen Jahr, 47 Einsätze im Jahr 2015. Zu den Ernsteinsätzen gesellen sich regelmässige Übungen. Für Aktiveinsätze werden die Feuerwehrleute mit 28 Franken pro Stunde entlöhnt. Für Übungen – sie dauern in der Regel zwei Stunden – gibt es je nach Dienstgrad pauschal zwischen 22 Franken (Soldaten und Gefreite) und 28 Franken (Kommandant). Am 1. November soll nun ein neues Feuerwehrreglement in Kraft treten – mit anderen und höheren Berechnungsansätzen. Übungen sollen künftig auch im Stundensatz entschädigt werden. Ein «normaler» Feuerwehrmann erhält neu 15 Franken pro Stunde, also 30 Franken, wenn man von einer zweistündigen Übung ausgeht. Für Offiziere gibt es künftig 20 statt 14 Franken pro Stunde.

Wieder im kantonalen Mittelfeld

«Im Gespräch mit Kommandantenkollegen habe ich festgestellt, dass die Ansätze bei den anderen Feuerwehren im Kanton höher sind», begründet Kommandant Kili Röthlin den Anstoss zu einer Anpassung. «Mit den höheren Ansätzen liegen wir wieder im kantonalen Mittelfeld, was auch gut ist, da sich Feuerwehrleute verschiedener Gemeinden oft austauschen.» Auch sei die stundenweise Entschädigung für Übungen fairer. «Eine Übung für einen Maschinisten an einem Samstagvormittag kann schon mal vier Stunden dauern», macht er ein Beispiel.

Er spricht von einer angemessenen Entschädigung für das Engagement, das die Feuerwehrleute in Engelberg leisten. «Schliesslich sind wir ja nicht nur eine ‹normale› Ortsfeuerwehr, sondern leisten wegen unserer Abgeschiedenheit auch selber Ölwehr- und Strassenrettungseinsätze und haben auch selber eine Autodrehleiter.» Ums Geld gehe es aber im Feuerwehrdienst nicht. «In der Feuerwehr ist man nicht wegen des Lohnes, sondern aus ideeller Überzeugung. Dies soll auch künftig so bleiben.» Glücklicherweise könne er bis jetzt auch alle Chargen innerhalb des 96-köpfigen Korps besetzen. Allerdings mache die gesellschaftliche Entwicklung auch in Engelberg nicht Halt. «Viele der jungen Leute studieren oder arbeiten auswärts und kommen darum für den Feuerwehrdienst nicht in Frage.» Dieses sich abzeichnende Problem sei aber logischerweise mit höheren Entschädigungssätzen nicht zu lösen.

Das Reglement tritt in Kraft, wenn bis am 21. August das Referendum nicht ergriffen wird. 50 Unterschriften sind dafür nötig.

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