ENGELBERG: Miss India wirbt für die Zentralschweiz

Die schönsten Frauen Indiens besuchten die Schaukäserei. Mit der Aktion wollen die Titlis-Bahnen ihre Marke auf dem indischen Markt weiter stärken.

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Aditi Arya, Miss India 2015 (links) lauscht mit drei Kolleginnen in der Schaukäserei Engelberg den Ausführungen von Drew Crowley. (Bild Philipp Unterschütz)

Aditi Arya, Miss India 2015 (links) lauscht mit drei Kolleginnen in der Schaukäserei Engelberg den Ausführungen von Drew Crowley. (Bild Philipp Unterschütz)

Philipp Unterschütz

«Die wunderschöne Natur, die Berge, es ist so sauber, friedlich und ruhig.» Gefragt nach ihren ersten Eindrücken, spart Aditi Arya, Miss India 2015, nicht mit Komplimenten an die Schweiz. Zusammen mit weiteren Teilnehmerinnen der indischen Misswahlen besucht sie mit einem Tross von Produzenten, Kameraleuten und Fotografen Engelberg. Die idealen Werbeträgerinnen also für unser Land. Rund 100 Millionen sollen Ende März die Wahlen zur Miss India am Fernsehen mitverfolgt haben. Nun produzieren die Inder, die auf Einladung der Titlis-Bahnen, der Zentralbahn und der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees hier sind, eine Art Sitcom. Zwei Episoden habe die Show, erzählt Aditi Arya in perfektem Englisch. «Wir wollen zeigen, was die Schweiz alles bietet, schliesslich ist das Land eine der Lieblingsdestinationen in Indien.» Auf dem Programm stehen heute die Schaukäserei Engelberg, in den nächsten Tagen gehts noch auf den Titlis und auf Ausflüge mit der Zentralbahn und per Schiff auf den Vierwaldstättersee.

Indien ist ein wichtiger Markt

«Der Titlis ist in Indien wohl einer der bekanntesten Berge», sagt Peter Reinle, Marketingchef der Titlis-Bahnen. Die Geschichte mit den Missen habe sich kurzfristig ergeben, das Timing für die Produktion sei aber ideal. «Von Mitte April bis Juni ist Hochsaison für Inder, dann sind dort Ferien. Indien ist für uns einer der wichtigsten Auslandsmärkte.» Engelberg verzeichne von allen Destinationen in der Schweiz am meisten Logiernächte von Touristen aus Indien. «Natürlich kann man das nicht genau messen, aber wir erreichen durch die Missen eine hohe Medienpräsenz in Indien und können damit unsere Marke weiter stärken», so Reinle, der erzählt, dass man schon vor längerer Zeit erkannt habe, wie wichtig der indische Markt werden würde. «Wir waren auf dem indischen Markt als Pioniere von Anfang an dabei.» Seien vor 20 Jahren noch eher Reisegruppen gekommen, verzeichne man heute viel mehr Individualtouristen. Und auch der starke Franken gebe momentan keinen Anlass zur Sorge, was den indischen Markt betreffe. Für indische Touristen seien Ferien in der Schweiz sogar wegen der eigenen Währung eher günstiger geworden.

In Indien gibt es viel Frischkäse

Mittlerweile wurden die sympathischen Missen von ihrem Team noch schöner gemacht, als sie schon sind, und mit einiger Verspätung der Käser hat bereits «abgeschöpft» – betreten sie endlich die Schaukäserei im Kloster. «Ich habe noch nie Schweizer Käse gegessen», lächelt Miss India Aditi Arya. Sie sei aber sehr gespannt, denn in Indien kenne man Käse sehr wohl. Es seien aber eher Frischkäsesorten und kaum gesalzen.

Interessiert lauschen die vier Schönheiten Drew Crowley, Geschäftsleiter der Schaukäserei, und staunen, als er erzählt, dass Käse schon vor über 5000 Jahren erfunden worden sei.

«Ich werde ihnen auch erklären, dass wir vegetarisches Lab aus Pilzen zum Käsen verwenden. Viele Inder sind Vegetarier und schätzen das», sagt Crowley und meint, bevor er mit seinem Vortrag beginnt, die Sitcom mit den Missen sei auch für die Schaukäserei ein Gewinn, man werde von der Medienpräsenz sicher ebenfalls profitieren.