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ENGELBERG: Nachts Kletterer aus Titlis-Nordwand gerettet

In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben zwei Rega-Crews und mehrere SAC-Bergretter einen abgestürzten Kletterer aus der Nordwand am Titlis gerettet.
An dieser Stelle befand sich der abgestürzte Kletterer in der Titlis-Nordwand. (Bild: PD / Rega)

An dieser Stelle befand sich der abgestürzte Kletterer in der Titlis-Nordwand. (Bild: PD / Rega)

Nach einem Sturz am späten Samstagnachmittag hat der Kletterer die Rega per Notfall-App selber informiert und klagte über heftige Schmerzen an Rücken und Brustkasten. Der Kletterer befand sich oberhalb von Engelberg in der Nordwand des Titlis auf der Trottmann-Route «Piz dal nas». Diese Route gilt als eine der schwierigsten Nordwand-Routen der Schweiz. Diese Route weist den Schwierigkeitsgrad 8b auf. Eine Rettung mit der Winde oder mit der längeren sogenannten «Longline» war aufgrund des Standortes des Verletzten nicht möglich. Deswegen haben ihn vier Bergretter des Schweizerischen Alpenclubs (SAC) in einer Bahre rund 120 Meter abgeseilt, bevor ihn die Rega an der Rettungswinde ausfliegen konnte.

Herausfordernde Rettung

Der Verletzte befand sich an einer Stelle innerhalb der gut 500 Meter hohen Steilwand, die exponiert war und rund 25 Meter überhängend. Deswegen war keine direkte Rettung per Hubschrauber möglich. Ein Helikopter von Swiss Helicopters, Basis Erstfeld, setzte deshalb vier Bergretter und Ausrüstung an einem Felspfeiler rund 120 Meter oberhalb des Abgestürzten schwebend ab. Die Bergretter brachten zahlreiche Bohrhaken an, um sich über eine sichere Route abseilen zu können. Denn das senkrechte Abseilen liess das überhängende Gelände nicht zu. Beim Verletzten angekommen, luden sie ihn auf eine Bahre und seilten ihn ab. Dies sei durch die Felsbeschaffenheit und scharfe Kanten erschwert worden, so heisst es in einer Mitteilung der Rega.

Der Verletzte wurde kurz vor Mitternacht im Scheinwerferlicht des des Helikopters in eine Vakuummatraze umgelagert. Die zweite Rega-Crew, herbei gerufen aus Wilderswil, evakuierte den Verletzten mit der Rettungswinde und flog ihn ins Spital. Es dauerte eine weitere Stunde, bis der Partners des Abgestürzten sowie die vier Bergretter aus der Nordwand des Titlis evakuiert waren. Die Heilkopter flogen mit Hilfe des Nachtsichtgerätes und der Scheinwerfer. Insgesamt ist die Rega an diesem Wochenende mehr als 120 Einsätze geflogen, wie der Rega Mediendienst am Sonntagnachmittag meldet.

pd/spe

Der Blick auf die Titlis-Nordwand oberhalb von Engelberg. (Bild: PD / Rega)

Der Blick auf die Titlis-Nordwand oberhalb von Engelberg. (Bild: PD / Rega)

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