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ENGELBERG: Neubau soll Platzprobleme lösen

Der Werkhof und die Feuerwehr brauchen mehr Platz. Vom neuen Mehrzweckgebäude würde aber auch der Seilziehklub profitieren.

Das Einsatzmaterial der Feuerwehr für ein allfälliges Hochwasser liegt im Freien, mit Blachen abgedeckt. Sie ist dringend auf zusätzlichen und witterungsgeschützten Lagerraum angewiesen. Der Bau von zwei Fertiggaragen wurde vorerst verschoben, bis klar ist, ob es noch eine andere Variante für Lagerräume gibt. Auch der benachbarte Werkhof am Wiesenweg 5 platzt aus allen Nähten. Fahrzeuge können nicht optimal untergestellt werden, der Betriebsablauf für den Winterdienst wird erschwert. Material ist an verschiedenen Orten eingelagert, so auch in einem alten Stall am Wiesenweg 16, der in die Jahre gekommen und reparaturbedürftig ist.

Der Neubau eines Mehrzweckgebäudes ist aus Sicht des Gemeinderates die geeignetste Lösung, wie er in der Botschaft zur Talgemeinde schreibt. Damit könnte auch die sich seit vergangenem Jahr am neuen Standort befindende Grüngutsammel­stelle überdacht werden, um sie vor Schnee und Regen zu schützen.

Im neuen Mehrzweckgebäude könnte auch der Seilziehclub Engelberg, der zurzeit in einer Baracke untergebracht ist, eine neue Bleibe finden. Als Nächstes stimmen die Engelberger an der Talgemeinde vom 8. November über einen Kredit von 610 000 Franken für die Erstellung dieses neuen Mehrzweckgebäudes ab. An der Talgemeinde im Mai 2017 geht es dann noch um die Überdachung der früheren Grüngut­sammelstelle und den Anbau beim Ökihof.

Aus Sicht des Gemeinderates könnte mit diesen Investitionen Versäumtes nachgeholt und eine Lösung für mindestens zehn Jahre erreicht werden. Nach dem Abriss des baufälligen Stalles könne die Parzelle sinnvoller genutzt werden. Sagen die Engelberger zu den beiden Geschäften Ja, soll der Neubau noch im nächsten Jahr realisiert werden.

Wasser dringt durchs Dach der Turnhalle

Ein weiteres Geschäft betrifft die Sanierung und Neugestaltung des Pausen- und Spielplatzes beim Schulhaus Aeschi. Der Pausenplatz aus Natursteinen, unter dem sich die Turnhalle befindet, ist undicht. Seit mehreren Jahren dringt Wasser durchs Flachdach. Das Turnhallendach ist feucht. Der Gemeinderat vermutet, dass sich das Regenwasser an undichten Stellen auf dem Pausen- und Spielplatz sammelt und sich seinen Weg durch die Flachdachkonstruktion sucht. Immer wieder müssen die Hauswarte mit Kübeln das tropfende Wasser auffangen, die Böden aufnehmen und die Räume entfeuchten, heisst es in der Botschaft.

Mit einer umfassenden Sanierung des Pausen- und Spielplatzes könne nicht länger zugewartet werden, da Folgeschäden wie Schimmelbildung oder Fäulnis in der Unterkonstruktion zu einer Schliessung einzelner Räume führen würden, heisst es. Nun will die Gemeinde den gesamten Pausen- und Spielplatz sanieren und die Isolation, die Abdichtung, den Deckbelag und die Maueranschlüsse ersetzen.

Fernwärmenetz bedingt Umzonung

Für das geplante Fernwärmenetz müssen im Gebiet Ghärstli 2920 Quadratmeter für den Bau des Holzheizwerkes in die Sondernutzungszone eingeplant werden, wofür das Ghärstli der geeignetste Standort sei. Mit dem Holzheizwerk, dessen Baubeginn für nächstes Jahr geplant ist, will die Heizwerk Engelberg AG das Dorf mit Wärmeenergie aus Holz versorgen – als nachhaltige Alternative zur fossilen Wärmeenergie aus Öl oder Gas.

Mit dem geplanten Holzheizwerk komme die Gemeinde als Energiestadt dem Ziel näher, bis 2020 einen Viertel des Energiebedarfs für Raumwärme und Warmwasser auf dem gesamten Gemeindegebiet aus erneuerbaren Energien bereitzustellen, schreibt der Gemeinderat.

Eine weitere Umzonung betrifft die «Obere Erlen». Sie schafft die Voraussetzung für die Erstellung eines Zusatzgebäudes der Schaukäserei des Klosters, da am bestehenden Standort im Klosterareal keine Ausbaumöglichkeiten mehr bestehen.

Abgestimmt wird auch über den jährlich wiederkehrenden Beitrag über 95 000 Franken an die Engelberg-Titlis-Veranstaltungs GmbH für die Durchführung der Weltcup-Skispringen für 2016 bis 2018.

Für 600 000 Franken will die Gemeinde überdies die Schwandstrasse zwischen Talmuseum und Waldegg ausbauen und auf einer Länge von rund 360 Metern den sanierungsbedürftigen Belag ersetzen.

Auch die Klosterstrasse ist auf dem Abschnitt Titliszentrum 6 bis zur Stohrkreuzung sanierungsbedürftig. Dafür beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 300 000 Franken.

Die Erfolgsrechnung budgetiert ein Plus von 2,8 Millionen Franken, bei einem Aufwand von knapp 27 Millionen (siehe Ausgabe vom Donnerstag).

Hinweis

Talgemeinde Engelberg:

Dienstag, 8. November, 20 Uhr, Aula Schulhaus Aeschi.

Matthias Piazza

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