ENGELBERG: Neuer Tunnel besteht den «FelsenTest»

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste standen am Samstag im neuen Zentralbahntunnel bei Engelberg im Einsatz. Auslöser war kein Ernstfall, sondern die Rettungsübung «FelsenTest».

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Rettungskräfte üben im Steilrampentunnel den Ernstfall. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Rettungskräfte üben im Steilrampentunnel den Ernstfall. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Ein Zug entgleist beim Einfahren auf die Zahnstange im Tunnel nach Engelberg und wird ruckartig blockiert. Dadurch verletzt sich der Lokführer und wird bewusstlos, mehrere Passagiere werden ebenfalls verletzt. Wie schnell sind nun die Rettungseinheiten vor Ort? Wie und wo wird alarmiert, wie läuft das Zusammenspiel der Einsatzleitung der Zentralbahn, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdient im Ereignisfall?

All diese und noch weitere Fragen wurden am Samstag in einer gross angelegten Rettungsübung mit über 80 Teilnehmenden getestet. «Solche Übungen sind für uns neben den täglich stattfindenden Testfahrten mit dem neuen Rollmaterial sehr wichtig», meint Martin Röthlisberger, Leiter Infrastruktur der Zentralbahn und Ko-Übungsleiter. «Das Verhalten der Mitarbeitenden im Ereignisfall muss schnell und gezielt funktionieren und daher vor allem bei neuen Objekten geübt werden.»

Nach Abschluss der Übung waren sich alle einig. Grundsätzlich stimmen die Alarmierung, der Ablauf und die Koordination sehr gut. «Gemeinsam statt einsam – das ist das Wichtigste» erklärt Toni Käslin, Feuerwehrinspektor NSV und Übungsleiter «FelsenTest». «Die gute Koordination zwischen den einzelnen Stellen sind die Früchte langjähriger Bemühungen. Mit dem Verlauf der Übung und der damit verbundenen Resultate und Erkenntnisse sind wir sehr zufrieden.»

Der Tunnel wird am 11. Dezember 2010 unter dem Motto «FelsenFest» feierlich eröffnet und am 12. Dezember offiziell in Betrieb genommen.

pd/bac